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Nach der Ernennung von Ingo Schiller zum Co-CEO und CFO der European League of Football (ELF) hat die European Football Alliance (EFA) vorsichtige Entschlossenheit signalisiert. Dieser Schritt unterstreicht die zunehmenden Spaltungen in der Führung der europäischen American-Football-Liga.

Die EFA hinterfragt Schillers Einfluss auf die Stabilität der ELF

Trotz der Führungswechsel bei der ELF hält die EFA, ein Zusammenschluss von neun aktuellen ELF-Franchises, an ihrem Plan fest, 2026 eine eigene Liga zu gründen. Ein namentlich nicht genannter EFA-Teambesitzer erklärte:

„Die EFA-Teams entwickeln weiterhin Lösungen und Strukturen, die unseren gemeinsamen Interessen und unserer Vision für die Zukunft des Profifootballs in Europa entsprechen.“

Es wurde jedoch bekannt, dass Schiller keinen Kontakt zu der Allianz aufgenommen hat. Ein EFA-Sprecher sagte dazu:

„Wir haben keine Anfrage von Herrn Schiller bezüglich einer Zusammenarbeit erhalten.“

Die EFA bezweifelt Berichten zufolge, dass der anhaltende Einfluss von ELF-Mitbegründer Zeljko Karajica die Zusammenarbeit fördern wird, da er auch durch die Hamburg Sea Devils weiterhin Verbindungen zur ELF unterhält.

Schillers Rolle bei den ELF-Reformen

Der erfahrene Manager Schiller, der bereits bei Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC und der DFL tätig war, wird die Gespräche über die finanzielle Umstrukturierung mit den ELF-Franchises leiten. Während ELF-Commissioner Patrick Esume

„Schillers strategische und wirtschaftliche Führungsqualitäten”

lobte, wirft die Abwesenheit der EFA bei den ersten Gesprächen Fragen auf. Schiller betonte seinen Fokus auf eine „konstruktive Koordination” mit den Teams, darunter auch EFA-Mitglieder wie Rhein Fire und Vienna Vikings. Sein Schweigen gegenüber der Allianz steht jedoch im Widerspruch zu seinem Versprechen, die Bedenken der Stakeholder anzugehen.


Die Vision der EFA für das Jahr 2026 gewinnt an Dynamik

Die EFA plant, mit 10 bis 12 Teams zu starten, darunter neun aktuelle ELF-Franchises (wie die Madrid Bravos, die Frankfurt Galaxy und die Wroclaw Panthers) sowie Nicht-ELF-Clubs. Ihr NFL-ähnliches Führungsmodell, das gemeinsame Einnahmen und Transparenz priorisiert, steht in starkem Kontrast zur zentralisierten Struktur der ELF. Während Nordic Storm im Jahr 2025 der Allianz beitrat, hat die EFA keine weiteren Bewerber bekannt gegeben.

Der Exodus der ELF-Führung schürt Unsicherheit

Die Einstellung von Schiller folgt auf hochkarätige Abgänge bei der ELF, darunter Patrick Esume, Andreas Nommensen und Frank Wendorf, die Konflikte mit Karajica als Grund nannten. Der ehemalige Geschäftsführer von Berlin Thunder, Björn Werner, gab kürzlich Verluste in Höhe von 500.000 Euro unter der Leitung der ELF bekannt, was die Bedenken noch verstärkte.

Patrick Esume und Björn Werner, jetzt fixes Duo bei RTL
Patrick Esume und Björn Werner, jetzt fixes Duo bei RTL

Scheideweg für den europäischen Football

Während die EFA ihre Strukturen festigt, steht die ELF unter existenziellem Druck, ihre finanzielle Instabilität und Führungslücken zu beheben. Die Ernennung von Schiller könnte die ELF zwar stabilisieren, doch seine mangelnde Zusammenarbeit mit der EFA unterstreicht die anhaltenden Spaltungen. Da beide Ligen um die Vorherrschaft ringen, könnte das Jahr 2026 den Profifootball in Europa neu definieren.


Alfred Tkaczuk

 
 
 

Hamburger Abendblatt: Die European League of Football präsentiert einen neuen Chef mit Fußball-Vergangenheit. Beim Hamburger Football-Team gibt es auch Klarheit.

Ingo Schiller wird als Wrtschaftsmediator mehr als beide Hände voll zu tun haben um den ELF-Karren flott zu bekommen und unerwünschte Einflüsse zu kanalisieren
Ingo Schiller wird als Wrtschaftsmediator mehr als beide Hände voll zu tun haben um den ELF-Karren flott zu bekommen und unerwünschte Einflüsse zu kanalisieren

Glaubt man der Website von Ingo Schiller, hat die European League of Football (ELF) einen Volltreffer gelandet. Als „Deal-Macher und Konflikt-Löser“, wie sich der langjährige Geschäftsführer von Hertha BSC selbst bezeichnet, dürfte er künftig auch bei der zuletzt in Negativ-Schlagzeilen geratenen American-Football-Europaliga gefordert sein. Wie die ELF am Montag mitteilte, wird

Ingo Schiller

mit sofortiger Wirkung

Co-CEO und Chief Financial Officer (CFO).

Dies beschlossen die ELF-Gesellschafter einstimmig.

„Gerade in einer Phase, in der wir die ELF nach einem rasanten Aufbau auf das nächste Level heben und zukunftsfähig aufstellen werden, ist Ingo Schiller mit seiner großen Erfahrung und Expertise der richtige Mann an der richtigen Position. Wir sind sehr glücklich darüber, ihn für die Liga gewonnen zu haben“,

sagt Heinz Kierchhoff (D2D4 GmbH) stellvertretend für die Gesellschafter, zu denen unter anderem die SEH Sport Beteiligungs GmbH (Hamburg Sea Devils), die TKR Ventures GmbH (Munich Ravens) und die Devils Wrocław sp. z o.o. (Wroclaw Pathers) zählen.

Heinz Kierchoff, CEO der D2D4 GmbH (10% Anteile an der ELF) spricht in den letzten Tagen öfter stellvertrendend für ALLE Gesellschafter der ELF
Heinz Kierchoff, CEO der D2D4 GmbH (10% Anteile an der ELF) spricht in den letzten Tagen öfter stellvertrendend für ALLE Gesellschafter der ELF

American Football: Ex-Hertha-Boss übernimmt Karajica-Job

Da sich der Hamburger ELF-Gründer und -Hauptgesellschafter Zeljko Karajica (SEH Holding) nach dieser Saison zurückziehen wird, wird Ingo Schiller die Liga im Anschluss als alleiniger Geschäftsführer leiten. Bereits jetzt werde der frühere Manager des Berliner Fußball-Traditionsclubs, wo er von 1998 bis 2022 praktisch sämtliche Bereiche außerhalb des Sports verantwortete, Gespräche mit den 16 Franchises führen.

„Ziel ist es, im konstruktiven Austausch ein belastbares und tragfähiges Modell für alle Beteiligten zu erarbeiten und die Zukunft der ELF langfristig abzusichern. Zeitnah wird Schiller die Verantwortlichen der Franchises zu einer Versammlung einladen, bei der auch auf die Anregungen der European Football Alliance (EFA) eingegangen wird“,

heißt es in der Mitteilung. Die EFA ist ein Zusammenschluss von neun Teams, die sich zuletzt offen gegen Liga-Boss Karajica gestellt und mit einem Liga-Austritt gedroht hatten.


Sportliche Führung fehlt der ELF weiterhin

„Mit Ingo Schiller haben wir einen Partner gewonnen, der über Jahrzehnte hinweg bewiesen hat, wie man Sportorganisationen strategisch, wirtschaftlich und strukturell führt“,

sagt ELF-Commissioner und -Mitgründer Patrick Esume. Der Hamburger hatte sich zuletzt ebenfalls dazu entschlossen, seinen Posten nach dieser Saison (Finale am 7. September) abzugeben.

Neben dem Commissioner Patrick Esume verabschiedet sich auch die gesamte Sportlich-organisatorische Leitung der ELF
Neben dem Commissioner Patrick Esume verabschiedet sich auch die gesamte Sportlich-organisatorische Leitung der ELF

Noch-ELF-Boss Karajica sagte über Schiller:

„Ich schätze es sehr, ihn bis zum Ende dieser Saison an meiner Seite zu haben – und darüber hinaus ist die Führung der Liga in den besten Händen.“

Offen ist derweil, wer künftig die sportliche und operative Leitung der Liga übernimmt, neben Esume traten zuletzt auch Andreas Nommensen (Director of Sports) und Frank Wendorf (Head of Operations) zurück.


Ingo Schiller übernimmt erstmals eine Aufgabe im American Football

Im American Football war Schiller in seiner langjährigen Laufbahn als Sportmanager noch nicht tätig. Vor seinem mehr als zwei Jahrzehnte langen Wirken bei Hertha BSC war der gebürtige Essener in verschiedenen Positionen bei Borussia Mönchengladbach (1992 bis 1998) angestellt. Zudem zählte er von 2013 bis 2022 zum Aufsichtsrat der Deutschen Fußball Liga (DFL). Während seiner Zeit bei Hertha BSC galt Schiller als risikofreudiger Manager, holte etwa auch den später höchst umstrittenen Investor Lars Windhorst.

„Ich freue mich auf diese Aufgabe, weil ich in der European League of Football enormes Potenzial sehe, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Die Liga ist schnell gewachsen und begeistert Football-Fans auf der ganzen Welt, steht zugleich aber noch immer am Anfang ihrer Reise. Ich habe große Lust darauf, die ELF aus dieser verantwortungsvollen Rolle heraus sowie in enger Abstimmung mit den Franchises und dem Gesellschafterkreis aktiv mitzugestalten“,

sagt Schiller, der seit 2023 mit einer eigenen Beratungsagentur in den Bereichen Unternehmensführung, Strukturentwicklung und Mediation tätig ist.


Unabhängig vom Wechsel auf der Geschäftsführerposition wird Karajica Hauptgesellschafter der ELF bleiben.

Nach dem ELFCG25 zwar nicht mer CEO aber seine Blackbox ist weiterhin Main-Owner - was zu befürchten war
Nach dem ELFCG25 zwar nicht mer CEO aber seine Blackbox ist weiterhin Main-Owner - was zu befürchten war
„Die Geschäftsführung der ELF hat keinen Einfluss auf die Anteile. Die SEH bleibt weiterhin Gesellschafterin“,

teilte die Holding auf Abendblatt-Nachfrage mit. Man werde in dieser Rolle

„wie bisher auch“

an der ELF mitwirken. Auch bei den Hamburg Sea Devils, wo Karajica mit seiner SEH Sport Beteiligungs GmbH 91,99 Prozent der Anteile hält, soll sich vorerst nichts ändern. Der Fortbestand des Hamburger Teams sei „natürlich“ auch für die Saison 2026 gesichert, heißt es schriftlich.


Anmerkung:

Die Karajica-Blackbox wird also wie erwartet/befürchtet weiterhin am Drücler sein. Schade, der neue Besen ist wohl von Anfang an an die Erwartungen des Haupteigentümers gebunden. Na dann, EFA bitte übernehmen sie!


Alfred Tkaczuk

 
 
 
Der erfahrene Sportmanager Ingo Schiller wurde zum Co-CEO der European League of Football ernannt.
Der erfahrene Sportmanager Ingo Schiller wurde zum Co-CEO der European League of Football ernannt.

Die Gesellschafter der European League of Football haben eine wichtige Ernennung vorgenommen: Ingo Schiller wurde mit sofortiger Wirkung zum Co-Chief Executive Officer (CEO) und Chief Financial Officer (CFO) ernannt. Der 60-jährige Sportmanager und Finanzexperte wird eine zentrale Rolle in der strategischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Liga spielen. Ingo Schillers Ernennung wurde von den ELF-Shareholdern einstimmig beschlossen. Wie bereits angekündigt, wird Zeljko Karajica, Mitbegründer und CEO der ELF, zum Ende der Saison 2025 aus dem Management und dem operativen Geschäft ausscheiden.


In seiner neuen Funktion wird Ingo Schiller die bevorstehenden Gespräche mit Vertretern der 16 Franchises aus neun Ländern leiten. Das Ziel besteht darin, konstruktiv zusammenzuarbeiten, um ein stabiles und nachhaltiges Modell für alle Beteiligten zu entwickeln und so die langfristige Zukunft der ELF zu sichern. Schiller wird die Franchise-Vertreter in Kürze zu einem Treffen einladen, bei dem den Vorschlägen der European Football Alliance (EFA) besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden soll.

Ingo Schiller, Diplom-Kaufmann und zertifizierter Wirtschaftsmediator, und Eigentümer der Beratungskanzlei Schiller BBV in Berlin: Der Dealmacher und Konfliktlöser für Akteure aus Wirtschaft und Profi-Sport
Ingo Schiller, Diplom-Kaufmann und zertifizierter Wirtschaftsmediator, und Eigentümer der Beratungskanzlei Schiller BBV in Berlin: Der Dealmacher und Konfliktlöser für Akteure aus Wirtschaft und Profi-Sport

Ingo Schiller verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in den Bereichen Sport und Finanzen. Von 1992 bis 1998 leitete er die Abteilungen Marketing/Vertrieb und Merchandising bei Borussia Mönchengladbach und war zudem kaufmännischer Geschäftsführer der Stadionbau GmbH. Von 1998 bis 2022 war er Geschäftsführer bei Hertha BSC und verantwortete dabei wichtige Bereiche wie Finanzen, Organisation, Marketing und Vertrieb, Infrastruktur, Personalwesen, Recht, IT und Neugeschäft. Von 2013 bis 2022 war er zudem Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Fußball Liga (DFL) und vertrat diese im Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Seit 2023 betreibt er eine eigene Beratungsagentur mit den Schwerpunkten Unternehmensführung, Strukturentwicklung und Mediation.

„Mit Ingo Schiller haben wir einen Partner gewonnen, der über Jahrzehnte hinweg bewiesen hat, wie man Sportorganisationen strategisch, wirtschaftlich und strukturell führt“,

sagt Patrick Esume, Commissioner der ELF.

Zelijko Karajica und Patrick Esume gehen nach dem ELFCG25 getrennte Wege und verlassen beide die ELF. Was mit dem  71,74%-Anteil von Karajica und dem 8,24&-Anteil von Esume geschieht ist noch nicht öffemtlich bekannt.
Zelijko Karajica und Patrick Esume gehen nach dem ELFCG25 getrennte Wege und verlassen beide die ELF. Was mit dem 71,74%-Anteil von Karajica und dem 8,24&-Anteil von Esume geschieht ist noch nicht öffemtlich bekannt.
„Ich bin sehr dankbar, dass er mir bis zum Ende dieser Saison zur Seite steht. Darüber hinaus ist die Führung der Liga in den besten Händen“,

sagt ELF-CEO Zeljko Karajica.

„Ich freue mich auf diese Aufgabe, denn ich sehe in der European League of Football ein enormes Potenzial – sowohl in Bezug auf die sportliche Entwicklung als auch auf den kommerziellen Erfolg. Die Liga ist schnell gewachsen, begeistert Footballfans auf der ganzen Welt, steht aber noch am Anfang ihrer Entwicklung. Ich bin hoch motiviert, die ELF in dieser verantwortungsvollen Rolle in enger Abstimmung mit den Franchise-Unternehmen und Gesellschaftern aktiv mitzugestalten“,

sagt Ingo Schiller, der neue Co-CEO und Finanzvorstand der European League of Football.


Heinz Kierchhoff, CEO der 10 %igen ELF-Anteilseigner D2D4 GmbH
Heinz Kierchhoff, CEO der 10 %igen ELF-Anteilseigner D2D4 GmbH
„Gerade jetzt, wo wir die ELF auf die nächste Stufe heben und nach einem rasanten Aufbau zukunftssicher machen wollen, ist Ingo Schiller mit seinem Erfahrungsschatz und seinem Fachwissen genau der Richtige am richtigen Ort. Wir freuen uns sehr, ihn an Bord zu haben“,

sagt Heinz Kierchhoff im Namen der ELF-Gesellschafter.


Die aktuellen Anteilseigner der ELF:


Alfred Tkaczuk

 
 
 
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