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Die European Football Alliance bleibt angesichts der Ernennung von Ingo Schiller in der ELF skeptisch

  • Autorenbild: A.T.
    A.T.
  • 5. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Nach der Ernennung von Ingo Schiller zum Co-CEO und CFO der European League of Football (ELF) hat die European Football Alliance (EFA) vorsichtige Entschlossenheit signalisiert. Dieser Schritt unterstreicht die zunehmenden Spaltungen in der Führung der europäischen American-Football-Liga.

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Die EFA hinterfragt Schillers Einfluss auf die Stabilität der ELF

Trotz der Führungswechsel bei der ELF hält die EFA, ein Zusammenschluss von neun aktuellen ELF-Franchises, an ihrem Plan fest, 2026 eine eigene Liga zu gründen. Ein namentlich nicht genannter EFA-Teambesitzer erklärte:

„Die EFA-Teams entwickeln weiterhin Lösungen und Strukturen, die unseren gemeinsamen Interessen und unserer Vision für die Zukunft des Profifootballs in Europa entsprechen.“

Es wurde jedoch bekannt, dass Schiller keinen Kontakt zu der Allianz aufgenommen hat. Ein EFA-Sprecher sagte dazu:

„Wir haben keine Anfrage von Herrn Schiller bezüglich einer Zusammenarbeit erhalten.“

Die EFA bezweifelt Berichten zufolge, dass der anhaltende Einfluss von ELF-Mitbegründer Zeljko Karajica die Zusammenarbeit fördern wird, da er auch durch die Hamburg Sea Devils weiterhin Verbindungen zur ELF unterhält.

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Schillers Rolle bei den ELF-Reformen

Der erfahrene Manager Schiller, der bereits bei Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC und der DFL tätig war, wird die Gespräche über die finanzielle Umstrukturierung mit den ELF-Franchises leiten. Während ELF-Commissioner Patrick Esume

„Schillers strategische und wirtschaftliche Führungsqualitäten”

lobte, wirft die Abwesenheit der EFA bei den ersten Gesprächen Fragen auf. Schiller betonte seinen Fokus auf eine „konstruktive Koordination” mit den Teams, darunter auch EFA-Mitglieder wie Rhein Fire und Vienna Vikings. Sein Schweigen gegenüber der Allianz steht jedoch im Widerspruch zu seinem Versprechen, die Bedenken der Stakeholder anzugehen.


Die Vision der EFA für das Jahr 2026 gewinnt an Dynamik

Die EFA plant, mit 10 bis 12 Teams zu starten, darunter neun aktuelle ELF-Franchises (wie die Madrid Bravos, die Frankfurt Galaxy und die Wroclaw Panthers) sowie Nicht-ELF-Clubs. Ihr NFL-ähnliches Führungsmodell, das gemeinsame Einnahmen und Transparenz priorisiert, steht in starkem Kontrast zur zentralisierten Struktur der ELF. Während Nordic Storm im Jahr 2025 der Allianz beitrat, hat die EFA keine weiteren Bewerber bekannt gegeben.

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Der Exodus der ELF-Führung schürt Unsicherheit

Die Einstellung von Schiller folgt auf hochkarätige Abgänge bei der ELF, darunter Patrick Esume, Andreas Nommensen und Frank Wendorf, die Konflikte mit Karajica als Grund nannten. Der ehemalige Geschäftsführer von Berlin Thunder, Björn Werner, gab kürzlich Verluste in Höhe von 500.000 Euro unter der Leitung der ELF bekannt, was die Bedenken noch verstärkte.

Patrick Esume und Björn Werner, jetzt fixes Duo bei RTL
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Scheideweg für den europäischen Football

Während die EFA ihre Strukturen festigt, steht die ELF unter existenziellem Druck, ihre finanzielle Instabilität und Führungslücken zu beheben. Die Ernennung von Schiller könnte die ELF zwar stabilisieren, doch seine mangelnde Zusammenarbeit mit der EFA unterstreicht die anhaltenden Spaltungen. Da beide Ligen um die Vorherrschaft ringen, könnte das Jahr 2026 den Profifootball in Europa neu definieren.


Alfred Tkaczuk

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