Vienna Vikings (AFLE): Pressegespräch vor Woche 14 vs. Firenze
- A.T.

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Vorbereitung auf das letzte Regular-Season-Spiel gegen Firenze
Die Vienna Vikings gehen mit voller Konzentration in das letzte Spiel der Regular Season.
Trotz des bereits gesicherten Playoff-Platzes ist das Spiel wichtig, da die Vikings mit einem Sieg die Conference gewinnen und den Heimvorteil im Halbfinale sichern.
Aufgrund der Tiebreaker-Regelungen könnte eine Niederlage dazu führen, dass Wroclaw die Vikings noch überholt. (Anm.: nein eigentlich nicht)
Gegen Firenze erwartet das Team einen anderen Gegner als beim ersten Aufeinandertreffen, insbesondere wegen des neuen Quarterbacks.
Der Fokus liegt deshalb auf den eigenen Grundlagen, Disziplin, sauberer Technik und der Umsetzung des eigenen Gameplans.
Rückblick auf das Spiel gegen die Alpine Rams
Die Alpine Rams haben die Vikings stärker gefordert als einige Gegner zuvor.
Besonders positiv bewertet Chris Calaycay die Effizienz der Offense: Mehrere lange Drives wurden konsequent mit Punkten abgeschlossen.
Die Rams konnten mit ihrem ungewöhnlichen Offensivstil, viel Bewegung und No-Huddle-Elementen immer wieder Raumgewinn erzielen.
Die Vikings-Defense zeigte sich dennoch physisch und schnell und konnte insbesondere in der Red Zone wichtige Stops erzielen.
Auch die Tatsache, dass viele Spieler Einsatzzeit bekamen, wird als positiv für die Vorbereitung auf die Playoffs gesehen.
Vorbereitung auf den neuen Quarterback von Firenze
Die Vikings hatten nur begrenztes Videomaterial des neuen Firenze-Quarterbacks.
Calaycay beschreibt ihn als talentierten, intelligenten und toughen Quarterback mit gutem Arm und Mobilität.
Deshalb will sich die Defense weniger auf spezielle Tendenzen des Gegners verlassen, sondern auf ihre Fundamentals, Technik und grundlegenden Calls.
Entscheidend sei, den eigenen Football zu spielen und sich nicht zu sehr auf das Unbekannte zu konzentrieren.
Noel Swancar und seine Bedeutung für die Defense
Calaycay hebt Noel Swancar als wichtigen Bestandteil der Vikings-Defense hervor.
Swancar wird als explosiver, vielseitiger und extrem aggressiver Spieler beschrieben.
Er kann in der Box und in unterschiedlichen Pressure-Situationen eingesetzt werden.
Besonders hervorgehoben werden sein Instinkt für den Ball, seine Geschwindigkeit und seine Fähigkeit, Plays zu machen.
Calaycay betont außerdem, dass Swancars Leistungen nicht nur auf Talent beruhen, sondern auf enormer körperlicher Vorbereitung und harter Arbeit.
Die Vikings-Defense: Aggressivität und „Next Man Up“
Die Defense lebt von Aggressivität, Geschwindigkeit und Hustle.
Swancar beschreibt das defensive Scheme als ein System, das den Spielern gute Möglichkeiten gibt, Plays zu machen.
Die Vikings wollen mit einer aggressiven Mentalität und ständigem Druck auf den Ball spielen.
Gleichzeitig wurde die Zahl der Strafen thematisiert. Besonders Pre-Snap-Penalties und Offside-Strafen sollen reduziert werden, weil diese vermeidbar sind.
Ein weiterer großer Pluspunkt ist die Tiefe des Rosters. Verletzte Starter konnten durch andere Spieler ersetzt werden, ohne dass die Leistungsfähigkeit der Defense massiv abfiel.
Calaycay betont ausdrücklich das Prinzip „Next Man Up“.
Tiefe des Kaders und Verletzungen
Mehrere wichtige Defensive-Spieler waren bzw. sind verletzt.
Trotzdem konnten die Vikings die Ausfälle auffangen.
Calaycay sieht darin eine Bestätigung dafür, dass der Roster bewusst mit entsprechender Tiefe zusammengestellt wurde.
Weitere Spieler sollen im Verlauf der Playoffs zurückkehren.
Die Rückkehr von Florian „Beer Bomber“ wird dabei besonders positiv gesehen.
Offense und Waffen für Ben Holmes
Calaycay beschreibt Florian als außergewöhnlichen Receiver mit einem schwer zu ersetzenden Talentprofil.
Seine Körperkontrolle und seine Fähigkeit, schwierige Bälle zu fangen, geben der Offense eine zusätzliche Waffe.
Gleichzeitig wird betont, dass die Vikings nicht von einem einzelnen Superstar abhängig sind.
Die Offense als Ganzes ist der Superstar.
Die Ausgeglichenheit zwischen Running Game und Passing Game wird als große Stärke gesehen.
Auch die uneigennützige Einstellung der Spieler und das Fehlen großer Egos werden als wichtiger Erfolgsfaktor genannt.
Brotherhood und Teamkultur
Die Vikings Brotherhood nimmt in dem Gespräch einen großen Stellenwert ein.
Für Swancar bedeutet Brotherhood deutlich mehr als nur das Verhältnis zwischen Spielern auf dem Footballfeld.
Er sieht seine Mitspieler tatsächlich als Brüder und beschreibt die Verbindung als etwas, das über Football hinausgeht.
Calaycay betont die außergewöhnliche Mischung verschiedener Nationalitäten innerhalb des Teams.
Österreicher, Amerikaner, Spanier, Finnen, Japaner, Ungarn, Serben und weitere Nationalitäten seien zu einem Vikings-Team zusammengewachsen.
Entscheidend sei dabei die Kontinuität innerhalb des Coaching Staffs und die gemeinsame Philosophie.
Blick auf die Playoffs
Die Vikings wollen nicht einfach das letzte Regular-Season-Spiel absolvieren und anschließend eine Woche „abschalten“.
Calaycay möchte, dass das Team scharf und im Rhythmus in die Playoffs geht.
Deshalb sollen die Starter gegen Firenze zunächst spielen.
Je nach Spielverlauf sollen anschließend Spieler geschont bzw. rotiert werden.
Ziel ist, gleichzeitig das Spiel zu gewinnen, Verletzungen zu vermeiden und den Rhythmus für die Playoffs aufrechtzuerhalten.
Nach dem Firenze-Spiel beginnt unmittelbar die Vorbereitung auf das Halbfinale.
Ziel: Championship
Die Vikings haben die vergangenen beiden Jahre das Finale verloren.
Entsprechend groß ist der Wunsch, diese Saison den entscheidenden Schritt zu machen.
Swancar bezeichnet einen Championship-Sieg als etwas, das die gesamte Organisation in diesem Jahr unbedingt erreichen möchte.
Calaycay sieht die bevorstehenden Playoffs als große Herausforderung, möchte sie aber Schritt für Schritt angehen.
Persönliches über Noel Swancar
Ausbildung und Beruf
Noel Swancar ist 22 Jahre alt.
Er studiert derzeit Physiotherapie.
Bestandteil seines Studiums ist praktische Arbeit in einem Krankenhaus.
Dadurch verbindet er Studium, praktische Tätigkeit, Football und Training.
Zeit bei den Vienna Vikings
Swancar begann mit 15 Jahren bei den Vikings.
Zum Zeitpunkt des Interviews ist er damit seit etwa sieben Jahren Teil des Programms.
Er durchlief die Academy, spielte anschließend eine Saison bei der Herrenmannschaft und schaffte danach den Sprung ins europäische Team.
Persönliche Entwicklung
Swancar sagt, dass er kaum beschreiben könne, welcher Mensch er ohne die Vikings und Football wäre.
Die Vikings und die Academy hätten ihn nicht nur als Footballspieler, sondern auch als Menschen geprägt.
Dabei nennt er insbesondere:
Teamfähigkeit
Respekt vor Autorität
Bescheidenheit
Verantwortungsbewusstsein
Umgang mit seinem vollen Alltag
Swancar beschreibt sich selbst als jemanden, der gerne beschäftigt ist.
Zu viel freie Zeit gefällt ihm nach eigener Aussage nicht.
Deshalb empfindet er die Kombination aus Football, Studium und Krankenhausarbeit trotz des damit verbundenen Stresses nicht grundsätzlich als Belastung.
Er sagt ausdrücklich, dass er Spaß an dem hat, was er tut.
Training und körperliche Vorbereitung
Neben dem Footballtraining absolviert Swancar zusätzliche Gym Sessions.
Er legt großen Wert auf Regeneration, Stretching und die Pflege seines Körpers.
Besonders wichtig ist ihm außerdem seine Ernährung.
Er interessiert sich stark für Ernährung und versucht, auch in diesem Bereich sehr konsequent zu sein.
Freizeit
Viel freie Zeit bleibt ihm nach eigener Aussage nicht.
Wenn er nicht auf dem Footballfeld oder im Krankenhaus ist, beschäftigt er sich gerne mit Sport.
Dazu gehören beispielsweise Laufen und Training im Gym.
Gleichzeitig schaut er auch gerne einmal einen Film oder macht etwas Entspannendes.
Mentalität auf dem Footballfeld
Vor Spielen hat Swancar nach eigener Aussage keine besonderen Rituale.
Er beschreibt sich als eher lockeren Typen.
Erst unmittelbar vor dem Spiel bzw. mit dem ersten Snap schaltet er vollständig in seinen „Laserfokus“.
Während des Plays versucht er nicht nachzudenken, sondern den Play Call umzusetzen und instinktiv zu spielen.
Sein Antrieb besteht vor allem darin, zum Ball zu gelangen, zu hustlen und zusätzliche Plays bzw. Tackles zu machen.
Was die Vikings für ihn bedeuten
Swancar sagt sehr deutlich, dass er es liebt, ein Viking zu sein.
Besonders wichtig ist für ihn die Gemeinschaft innerhalb der Defense und des gesamten Teams.
Die Vikings Brotherhood beschreibt er nicht als bloßen Marketingbegriff, sondern als tatsächlich gelebte Verbindung zwischen den Spielern.
A.T.
(Quelle: Vienna Vikings Pressegespräch 20.08.2026)





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