Panthers Wroclaw (AFLE): Wie die Panthers sich für ihr Halbfinale gegen Rhein Fire neu aufgestellt haben
- A.T.

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In Woche 8 ließ Rhein Fire keine Zweifel aufkommen: Mit einem deutlichen 48:7 setzte das Team ein Ausrufezeichen und zeigte, wie groß der Abstand zwischen den beiden Mannschaften zu diesem Zeitpunkt war. Nun bekommen die Wroclaw Panthers die Chance zur Revanche – und es geht um den Einzug in die AFLE Gold Bowl. Haben die Panthers den Abstand tatsächlich verkleinert oder droht sich die Geschichte zu wiederholen?
Die Abreibung in Woche 8
Das erste Aufeinandertreffen war praktisch vorbei, bevor es richtig begonnen hatte. Bereits beim vierten Offensivspiel fing Rhein Fires Nazir Streater einen Pass von Jameson Wang ab, und Rhein Fire nutzte die kurze Feldposition unmittelbar aus. Es sollte ein Vorgeschmack auf das sein, was noch kommen würde: Wang, der bis zum Beginn der achten Woche der einzige Starting Quarterback der Liga ohne Interception gewesen war, warf an diesem Tag gleich zwei Interceptions – seine ersten beiden der gesamten Saison und beide am selben Nachmittag.
Noch schlimmer wurde die Situation für Wroclaw, als Running Back Dawid Brzozowski, der Motor des Laufspiels der Panthers, früh verletzt ausfiel und damit eine entscheidende Dimension der Offensive wegfiel. Auf der anderen Seite waren Quarterback Kenji Bahar und Wide Receiver Kaylon Geiger nicht zu stoppen, Wide Receiver Jonathan Scott fing zwei Touchdown-Pässe, und Backup Running Back Marvellous Imade lief ebenfalls zweimal in die Endzone.
Endstand: 48:7. Es war nicht einfach nur eine Niederlage – die Panthers fielen komplett auseinander.
Wie die Panthers ihre Niederlage in Siege verwandelten
Seit diesem Nachmittag hat Wroclaw jedes Spiel gewonnen. Auch sonst lief alles für die Panthers – darunter der überraschende Sieg gegen die zuvor ungeschlagenen Vienna Vikings. Er war der Beweis, dass die Panthers jeden Gegner in ihrem Spielplan schlagen können und nicht nur die Teams, die in der Tabelle hinter ihnen liegen.
Auch die Defense war maßgeblich für diese Wende verantwortlich. Sie feierte gegen die London Warriors einen 41:0-Shutout und gegen Firenze sogar einen 62:0-Erfolg. Zudem erzielte die Defense selbst Punkte: Ben Wenzler brachte bereits im Laufe der Saison eine Interception über 43 Yards zum Touchdown zurück.
Aus einem Team, das einst durch eine einzige schlechte Halbzeit gegen Rhein Fire definiert wurde, ist eine Mannschaft geworden, die ihre Gegner in allen Bereichen des Spiels bezwingen kann.
Das Dreiergespann
Ein Teil dessen, was dieses Panthers-Team heute auszeichnet, ist die Tatsache, dass keine einzelne Verletzung mehr über den Ausgang eines Spiels entscheidet. Ihr rotierendes Running-Back-Trio aus Brzozowski, Kamil Kotlarz und Bartosz Woch hat gemeinsam Leistungen wie die 265 Rushing Yards gegen Firenze abgeliefert, wobei alle drei Running Backs ihren Anteil dazu beigetragen haben.
„Die Coaches steuern unsere Belastung gut. Ich glaube, dass wir eine starke Running-Back-Gruppe haben und es uns leisten können zu rotieren“,
sagte Brzozowski. Eine Möglichkeit, die an jenem Tag gegen Rhein Fire schlicht nicht gegeben war, als er frühzeitig vom Feld musste.
Hinter einer Offensive Line, die Brzozowski als die beste bezeichnet, mit der er bisher gespielt hat, bedeutet diese Tiefe, dass ein einzelner Ausfall nicht mehr automatisch den gesamten Gameplan aus dem Konzept bringen muss.
Wangs Mission: Ein Ausrufezeichen setzen
Wenn das Spiel gegen Rhein Fire eine Schwachstelle in Wangs Spiel offengelegt hatte, dann hat er diese in Woche 13 endgültig beseitigt. Beim 41:0-Shutout gegen die London Warriors brachte Wang 20 von 25 Pässen für 286 Yards an und stellte mit sechs Touchdown-Pässen einen AFLE-Rekord ein.
Mit einem Passer Rating von 137,3 lieferte er eine historische Leistung ab – gemeinsam mit Berlins Jakeb Sullivan (7 Touchdowns) und Wiens Ben Holmes (5 Touchdowns), die am selben Rekord-Wochenende ebenfalls Geschichte schrieben.
Die Panthers kamen an diesem Tag insgesamt auf 527 Yards Raumgewinn, wobei sowohl Wang als auch das Laufspiel überzeugten.
Es ist der bislang deutlichste Beleg dafür, dass die Version von Wang, die in Woche 8 zwei Interceptions warf, die Ausnahme und nicht die Regel war.
Die Revanche
Auf dem Papier ist dies ein anderes Panthers-Team als jenes, das Rhein Fire damals demontierte: tiefer besetzt auf der Running Back Position, ausgewogener in der Offensive und mit einem Quarterback, der auf seine schwächste Saisonleistung mit seinem besten Spiel der Saison geantwortet hat.
Doch Rhein Fire ist weiterhin Rhein Fire – und ein Halbfinale ist genau die Bühne, auf der alte Geister wieder auftauchen können.
Wroclaw hat die Arbeit geleistet und bewiesen, dass der 12. Juli eine Ausnahme war.
Jetzt müssen die Panthers es erneut beweisen – wenn es wirklich zählt.
A.T.
(Quelle: AFLE)





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