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Firenze Red Lions (AFLE): Warum eine zweite Saison für die Red Lions ganz anders aussehen könnte

Autorenbild: A.T.
A.T.
vor 1 Tag
3 Min. Lesezeit
AFLE - 09.10.2026
AFLE - 09.10.2026

Die Premierensaison der Firenze Red Lions in der American Football League Europe (AFLE) war in vielerlei Hinsicht schwierig. Doch hinter den Ergebnissen verbirgt sich eine deutlich differenziertere Geschichte. Sie zeigt, welches Potenzial in diesem Franchise steckt – vorausgesetzt, es gelingt, die richtigen Grundlagen für die Zukunft zu schaffen.


Eine Saison, die schon vor dem Kickoff begann

Die Herausforderungen der Red Lions begannen nicht erst mit dem ersten Kickoff. Die Kaderzusammenstellung für die AFLE-Saison wurde durch die zeitliche Überschneidung mit der italienischen Football-Liga erschwert. Da deren Spielbetrieb bis weit in den Kalender hineinreichte, war es schwierig, rechtzeitig einen vollständigen Kader zusammenzustellen.

Dieser Hintergrund ist wichtig, um den weiteren Saisonverlauf richtig einzuordnen. Von Beginn der Vorbereitung an musste sich ein Team unter schwierigen Bedingungen erst finden und entwickeln.


Italiens Football hat das nötige Talent

Was die Geschichte der Firenze Red Lions besonders interessant macht, ist das Potenzial, das unter der Oberfläche steckt. Italien hat einige der besten einheimischen Talente im europäischen Football hervorgebracht. Bei den vergangenen drei Europameisterschaften erreichte die italienische Nationalmannschaft jeweils einen Podestplatz und sicherte sich 2021 sogar den Titel.

Diese Qualität ist vorhanden und könnte gezielt genutzt werden. Auch in Florenz selbst gibt es mit den Guelfi Firenze einen der erfolgreichsten Vereine in der Geschichte des italienischen Footballs. Die Guelfi gewannen zudem zweimal in Folge die italienische Meisterschaft in der Italian Football League.

Die Football-Kultur in Florenz ist also stark und fest verwurzelt. Die lokale Football-Community noch stärker hinter die Red Lions zu bringen, bietet eine große Chance. Eine zweite Saison mit mehr Vorbereitungszeit und einer besseren Planung würde dem Franchise die Möglichkeit geben, dieses Potenzial gezielt auszuschöpfen.



Das jüngste Team der Liga

Die Red Lions bestritten die Saison 2026 mit dem jüngsten Kader der Liga. Das brachte einige Schwierigkeiten mit sich – insbesondere in den ersten Wochen, als deutliche Niederlagen den Charakter einer Mannschaft auf die Probe stellten, die sich in einem äußerst konkurrenzfähigen Umfeld erst zurechtfinden musste.

An Charakter mangelte es dem Team allerdings nicht. Im Laufe der Saison war eine klare Entwicklung erkennbar. Die Mannschaft lernte dazu, passte sich an und verbesserte sich kontinuierlich. In den späteren Saisonwochen begann sich der Abstand zu den Gegnern zunehmend zu verringern.


Zu viele Veränderungen, zu wenig Kontinuität

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus der Saison der Red Lions betrifft die Folgen mangelnder Stabilität. Mehrere Wechsel auf der Position des Head Coaches und beim Quarterback führten dazu, dass sich gerade entstandene Verbindungen zwischen dem Spielmacher und seinen Receivern immer wieder neu entwickeln mussten.

Eine gemeinsame Spielkultur und eine klare Teamidentität aufzubauen, braucht Zeit. Da im Laufe der Saison unterschiedliche Trainer mit unterschiedlichen Ansätzen arbeiteten, wurde dieser Prozess wiederholt unterbrochen.

Für ein junges Team ist Kontinuität kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung.


Das Fundament für eine bessere Zukunft

Die Saison 2026 war schwierig. Gleichzeitig war sie eine wichtige Lernerfahrung, aus der die Firenze Red Lions ihre Schlüsse für die Offseason ziehen sollten.

Italien verfügt über das Talent, Florenz bringt die Leidenschaft für den Football mit und das Franchise hat nun eine komplette Saison an Erfahrung gesammelt, aus der es lernen kann.

Gelingt es, die Kaderplanung gezielt auszurichten, für Stabilität im Trainerstab zu sorgen und den Spielern ausreichend Zeit zu geben, sich gemeinsam weiterzuentwickeln, könnte eine zweite AFLE-Saison der Firenze Red Lions tatsächlich ein völlig anderes Bild zeigen.


A.T.

(Quelle: AFLE)

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