top of page

European League of Football offiziell insolvent – wie geht es jetzt weiter?

  • Autorenbild: A.T.
    A.T.
  • vor 8 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit
©️ Hamburger Abendblatt - Maximilian Bronner, Sportredakteur - 26.03.2026, 11:42 Uhr
©️ Hamburger Abendblatt - Maximilian Bronner, Sportredakteur - 26.03.2026, 11:42 Uhr

Liga-Chef verliert Kontrolle

Der Hamburger Football-Boss Zeljko Karajica hat den Kampf gegen die Insolvenz-Feststellung verloren. Was die nächsten Schritte sind.

Es war 20.43 Uhr am Mittwochabend, als das Amtsgericht Hamburg in einer öffentlichen Bekanntmachung bestätigte, worauf ein Großteil der American-Football-Szene schon lange gewartet hatte. Unter dem Aktenzeichen 67b IN 14/26 wurde bereits am Montagnachmittag das

Insolvenzverfahren über das Vermögen der European League of Football GmbH eröffnet.


Der Hamburger Liga-Geschäftsführer Zeljko Karajica hatte zuletzt monatelang gegen die Feststellung der Insolvenz gekämpft. Noch Anfang Februar hatte die ELF über Rechtsanwalt Andreas Romey bekannt gegeben, sich in einem vorläufigen Eigenverwaltungsverfahren sanieren zu wollen.


American Football: ELF kämpfte zuletzt gegen Insolvenz-Feststellung

„Das Verfahren ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: Es ermöglicht uns, die ELF nachhaltig zu stärken, und verschafft uns Zeit, um notwendige Gespräche sowohl mit unseren Partnern als auch mit den Teams zu führen. Die Fans dürfen sich auf eine spannende Saison freuen. Unseren Mitarbeitenden danke ich bereits jetzt für ihr Vertrauen“,

wurde Karajica in der Mitteilung der Kanzlei zitiert.


Das hoffentlich letzte Kapitel mit der nur mehr Randfigur Z.K.
Das hoffentlich letzte Kapitel mit der nur mehr Randfigur Z.K.

Währenddessen kämpften nach Abendblatt-Informationen im Hintergrund bereits verschiedene Parteien darum, dass es doch noch zu einem Insolvenzverfahren kommt, damit Geschäftsführer Karajica die operative Kontrolle an einen Insolvenzverwalter verliert. Tatsächlich deutete zuletzt kaum noch etwas daraufhin, dass sich die ELF selbst retten könnte.


Auch die Hamburg Sea Devils existierten zuletzt nur noch auf dem Papier

Fast alle Teams hatten sich der neuen Football-Europa-Ligen AFLE und EFA angeschlossen, die in der ELF verbliebenen Hamburg Sea Devils und Cologne Centurions gehören selbst zum Karajica-Imperium, existieren aber ebenfalls nur noch auf dem Papier. Anfang März berichtete das Abendblatt exklusiv über verwaiste Büros und insgesamt 62 Vollstreckungsverfahren, die bei der ELF und den Sea Devils aufgelaufen waren.


Wie es nun weitergeht, ist unklar. In der Szene wird gemutmaßt, dass Karajica versuchen wird, einen Schuldenschnitt zu machen, um anschließend seine Vermögenswerte aus der ELF herauszukaufen. Der mittlerweile zum Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Romey wollte dies auf Abendblatt-Nachfrage nicht kommentieren.


Stattdessen verwies Romey auf die Tagung des vorläufigen Gläubigerausschusses. Dabei werde voraussichtlich in der kommenden Woche gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter bewertet und entschieden, was die beste Lösung für die Gläubiger und die Liga ist.


Wenngleich diese Entscheidung abzuwarten bleibt, lässt sich festhalten:

Dass die ELF in diesem Jahr in ihre sechste Saison gehen wird, scheint ausgeschlossen.


A.T.

Kommentare


bottom of page