Die AFLE veranstaltet eine wegweisende Fortbildung zum Thema „Vorgehen bei Gehirnerschütterungen" und Spielersicherheit
- A.T.

- 25. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

Die AFLE – American Football League Europe brachte Head Coaches, Teamvertreter und Mitglieder ihres medizinischen Beirats zu einer umfassenden Fortbildung zusammen, die sich auf Gehirnerschütterungs-Protokolle und Spielersicherheit konzentrierte. Die Veranstaltung stellt einen wichtigen Schritt für die Liga dar, während sie sich auf ihre erste Saison 2026 vorbereitet, und unterstreicht eine klare Botschaft:
Das Wohl der Athleten steht im
Mittelpunkt aller Aktivitäten der AFLE.
Gehirnerschütterungen verstehen
Die Schulung wurde als gemeinsames und lehrreiches Forum abgehalten, das wissenschaftliche Expertise mit praxisnahen Anleitungen verband. Prof. Dr. Andreas Gonschorek erläuterte das medizinische Verständnis von Gehirnerschütterungen, während der medizinische Leiter der AFLE, Dr. Olaf Baack, sich auf die Verantwortung von Trainern und medizinischem Personal in realen Spielsituationen konzentrierte. Beide Experten machten deutlich, dass eine Gehirnerschütterung eine Form von traumatischer Hirnverletzung ist, die durch Schläge auf den Kopf oder Körper verursacht wird und eine sofortige Erkennung sowie sorgfältige Behandlung erfordert, um langfristige Schäden zu vermeiden.

Ein strukturiertes Protokoll für die gesamte Liga
Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Einführung eines strukturierten Gehirnerschütterungs-Protokolls für alle AFLE-Teams, basierend auf der Expertise medizinischer Fachkräfte. Das Protokoll stellt sicher, dass jede Franchise nach denselben Standards arbeitet, wenn es um die Erkennung und Behandlung von Kopfverletzungen geht, und schafft damit einen einheitlichen und verlässlichen Rahmen für die gesamte Liga.
Die Rolle von Trainern und Beobachtern
Ein zentrales Thema der Schulung war die Verantwortung der sogenannten Head-Injury-Spotter sowie der Head Coaches während der Spiele. Während medizinische Teams Diagnose und Behandlung übernehmen, sind die Beobachter an der Seitenlinie oft die ersten, die den Moment des Aufpralls und mögliche Veränderungen im Verhalten eines Spielers erkennen. Diese Personen zu schulen und zu befähigen, ist ein entscheidender Bestandteil des Sicherheitskonzepts der Liga.
Warum Spielersicherheit wichtiger ist denn je
Die Dringlichkeit solcher Maßnahmen ist gut begründet. Forschungen im American Football haben wiederholte Kopfverletzungen mit langfristigen neurologischen Erkrankungen, einschließlich chronischer traumatischer Enzephalopathie (CTE), in Verbindung gebracht. Dies unterstreicht die Bedeutung strenger Protokolle und frühzeitiger Interventionen. Verantwortliche der Liga machten deutlich, dass der Schutz der Athleten nicht nur eine ethische Verpflichtung ist, sondern auch entscheidend für das langfristige Wachstum und die Glaubwürdigkeit des Sports in Europa.
Mit dem Start ihrer ersten Saison vor der Tür setzt die AFLE ein klares Zeichen: Leistung und Unterhaltung dürfen niemals auf Kosten der Gesundheit der Spieler gehen. Die heutige Schulung war ein konkreter Beweis für dieses Engagement.
A.T.
(Quelle: AFLE - The League Europe)











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