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Alpine Rams (AFLE): Warum die Rams 2026 alle in der AFLE überraschen könnten

  • Autorenbild: A.T.
    A.T.
  • vor 1 Tag
  • 4 Min. Lesezeit
AFLE - 28.05.2026 • 15:30
AFLE - 28.05.2026 • 15:30

Die Premieren-Saison der American Football League Europe (AFLE) läuft bereits, doch die Alpine Rams bereiten sich erst jetzt auf ihren ersten echten Härtetest vor. Nach einer Bye Week in Woche 1 wird die Schweizer Franchise nun endlich gegen Berlin Thunder ihr erstes Spiel bestreiten – mit einer Mischung aus Vorfreude und Druck vor einem der mit größter Spannung erwarteten Debüts der neuen Liga.

Mit einem erfahrenen Coaching Staff, einem mobilen Quarterback und einem Kader voller internationaler Talente gehen die Rams mit echten Ambitionen in die AFLE. Für eine Organisation im ersten Jahr sind die Erwartungen an das Team bereits überraschend hoch.



Quarterback Gabriel Cunningham gibt den Alpine Rams eine dynamische Waffe

Das Gesicht der Franchise ist eindeutig Quarterback Gabriel Cunningham. Der 30-jährige Dual-Threat-Passer ist dank seiner Mobilität, seiner Improvisationsfähigkeiten und seiner Erfahrung aus unterschiedlichen Football-Kulturen zum Herzstück des Systems von Offensive Coordinator Douglas Fryer geworden.

Cunningham spielte bereits in Deutschland, Ungarn, Brasilien, Mexiko und den Vereinigten Staaten und hat damit eine der ungewöhnlichsten Football-Laufbahnen aller Spieler in der AFLE hinter sich. Seine Fähigkeit, Spielzüge außerhalb der Pocket zu verlängern, verändert sofort die Art und Weise, wie Defenses die Offense der Rams verteidigen müssen. Der Coaching Staff ist überzeugt, dass seine Vielseitigkeit sowohl bei designten Quarterback-Läufen als auch bei vertikalen Passing-Konzepten Probleme verursachen kann.

Die Organisation hat Cunningham zudem mit athletischen Waffen umgeben. Wide Receiver Kevin Kaya setzte bereits Anfang des Jahres den Ton für die Mentalität des Teams, als er sagte: „Niemand wird uns respektieren. Wir müssen uns den Respekt verdienen.“

Dieses Zitat beschreibt perfekt die Identität, die die Rams in ihrer ersten Saison aufbauen wollen.

Auch die Offensive Line wirkt stärker, als es Expansionsteams normalerweise gelingt aufzubauen. Der serbische Lineman Ilija Krajnovic bringt Erfahrung aus dem amerikanischen College Football mit, während Veteranen wie Otavio Amorim und Thomas LeBoucher Größe und Stabilität in die Protection-Schemata bringen. Die kürzliche Verpflichtung des französischen Running Backs Lucas Laroche verschafft der Offense zudem eine weitere vielseitige Option im Backfield.

Offensive Coordinator Fryer selbst kommt mit dem Ruf eines aggressiven, punktreichen Offensiv-Footballs nach Biel, und die Partnerschaft zwischen Coach und Quarterback könnte sich schnell zu einer der unterhaltsamsten und überraschendsten Kombinationen der AFLE entwickeln.


Joshua Fitzgerald und Everett Withers bringen enorme Coaching-Erfahrung mit

Head Coach Joshua Fitzgerald trägt die schwierige Aufgabe, innerhalb eines Kaders mit Spielern aus mehr als zehn Nationen Chemie aufzubauen. Dennoch könnten die Rams bereits jetzt eine der stärksten Coaching-Gruppen der Liga besitzen.

Defensive Coordinator Everett Withers bringt mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung aus dem Division-I-Football und der NFL mit. Seine Verpflichtung verlieh der Franchise sofort Glaubwürdigkeit innerhalb Europas. Für ein Team im ersten Jahr könnte ein Defensive Coach mit diesem Hintergrund zu einem großen Vorteil werden, sobald die Saison ihren Rhythmus findet.

Die Rams haben von Beginn an klar auf Struktur, Disziplin und Physis gesetzt. Fitzgeralds Coaching Staff versucht nicht einfach nur, die erste Saison zu überstehen – sie wollen sofort konkurrenzfähig sein.


Defensive Playmaker könnten die erste AFLE-Saison der Rams prägen

Während Cunningham die Offense anführt, könnte letztlich die Defense darüber entscheiden, wie weit die Rams 2026 kommen werden.

Defensive Back Chad Walrond übernahm bereits vor seinem ersten Snap für die Franchise eine Führungsrolle und erklärte:

„Ich werde mit gutem Beispiel vorangehen – bei jedem einzelnen Snap.“

Diese Mentalität passt perfekt zu einer Defense, die über bewährte Erfahrung aus der European League of Football (ELF) sowie mehrere hochkarätige Imports verfügt.

Der ehemalige NFL- und CFL-Defensive-Back Ayo Oyelola bringt Explosivität und Athletik in die Secondary, während der kanadische Linebacker Harold Miessan die Mitte des Feldes mit physischen Tackles und Reichweite in Coverage stärkt.

Auch der Schweizer Linebacker Timothy Schürmann sorgte in der Offseason mit einer der denkwürdigsten Aussagen für Aufmerksamkeit:

„Macht euch auf einige harte Hits gefasst.“

Für die Fans in Biel brachte dieses Zitat genau auf den Punkt, was diese Defense sein möchte: aggressiv, emotional und schnell.

Der Kaderaufbau der Rams zeigt, dass die Organisation modernen American Football versteht. Sie investierten gezielt in Defensive Backs, Geschwindigkeit und Tiefe im Pass Rush – Faktoren, die gegen die Offenses der AFLE in dieser Saison entscheidend werden könnten.


Woche 2 gegen Berlin Thunder eröffnet ein historisches Kapitel

Die Rams eröffnen ihre Saison an diesem Wochenende endlich in der Tissot Arena in Biel. Realistisch betrachtet benötigen Expansionsteams normalerweise Zeit, bevor sie zu Titelkandidaten werden. Doch die Kombination aus Cunninghams Playmaking-Fähigkeiten, Withers’ Führungsqualitäten in der Defense und Fitzgeralds ambitionierter Teamkultur gibt den Rams die Chance, sofort für Überraschungen zu sorgen.

Die erste Saison der AFLE fühlt sich bereits jetzt historisch an, doch die Alpine Rams (Rams) haben die Möglichkeit, weit mehr zu werden als nur eine sympathische Expansion-Story. Wenn die Chemie schnell entsteht, könnte dieses Team früher als erwartet Playoff-Niveau erreichen.



A.T.

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