AFLE26: Weiter ungeschlagen, weiter auf der Jagd - Die Top Fünf der AFLE
- A.T.

- vor 2 Stunden
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Neun Wochen sind gespielt – und die Karten wurden neu gemischt. Einige Teams haben die Erwartungen übertroffen, andere sind hinter ihnen zurückgeblieben, und das Bild im Playoff-Rennen nimmt langsam klare Formen an. Zeit für eine neue Bestandsaufnahme: Was hat sich seit dem ersten Power Ranking nach Woche 4 verändert? Wer sind aktuell die fünf stärksten Teams der Liga?
5. Berlin Thunder: Die Chemie stimmt – der Beweis gegen die Spitzenteams fehlt noch
Bereits im Juni war mangelnde Konstanz das größte Fragezeichen bei Berlin, weshalb das Team damals auf Rang fünf lag. Fünf Wochen später steht Berlin Thunder wieder auf Rang vier – daher stellt sch genau dieselbe Frage weiterhin.
Mit den beiden jüngsten Spielen haben die Thunder jedoch eindrucksvoll gezeigt, dass es nie am Talent gemangelt hat. Auf einen souveränen 49:3-Erfolg gegen Firenze folgte ein ungefährdeter 40:17-Sieg über die Alpine Rams.
Quarterback Jakeb Sullivan, nach Woche 9 der beste Passwerfer der AFLE mit 2.225 Passing Yards, warf gegen die Rams für mehr als 350 Yards und fünf Touchdowns. Wide Receiver Jon Cole, der die Liga sowohl bei den Receiving Yards als auch bei den Receiving Touchdowns anführt, fing acht Pässe für über 170 Yards und drei Touchdowns.
Auch defensiv setzte Kessawn Abraham Akzente. Der Cornerback steuerte sechs Tackles, drei abgewehrte Pässe und eine Interception bei – ein weiterer Beleg dafür, dass der Kader deutlich stärker ist, als es die 4:4-Bilanz vermuten lässt.
Der Haken: Keiner dieser Siege gelang gegen einen der Top-Anwärter der AFLE. Gegen die Alpine Rams und Firenze, beide Teams aus dem Tabellenkeller, wirkte Berlin dominant und explosiv – genau so, wie es das vorhandene Talent erwarten lässt.
Ob diese Leistungen auch gegen die Vienna Vikings, Rhein Fire oder die Wroclaw Panthers Bestand haben, bleibt jedoch offen. Genau deshalb stehen die Thunder derzeit auf Rang fünf und zählen noch nicht zu den ernsthaften Herausforderern der Top Drei.
In Woche 10 genießt Berlin zunächst eine Bye Week, bevor das Duell mit den London Warriors ansteht – ein Spiel, das entscheidend dafür sein könnte, welches Team in den Playoffs noch im Rennen ist.
4. London Warriors: Vom abgeschriebenen Team zum Playoff-Kandidaten
Im Juni hätte wohl niemand die London Warriors in einem Power Ranking erwartet. Nach einem schwierigen 0:3-Saisonstart waren viele bereits bereit, das Team von Head Coach Tony Allen abzuschreiben. Ein Platz unter den Top Fünf schien damals in weiter Ferne.
Doch Woche für Woche kämpfte sich London zurück. Mittlerweile steht eine Bilanz von 4:4 zu Buche und die Warriors befinden sich klar auf Playoff-Kurs.
Den deutlichsten Beweis für diese Entwicklung lieferten sie in Woche 9 beim 44:23-Erfolg gegen die Paris Lights. Die Partie zeigte eindrucksvoll, wozu dieses Team fähig ist, sobald die Offense ihren Rhythmus findet. Nachdem beide Angriffsreihen ins Spiel gekommen waren, entwickelte sich ein spektakulärer Schlagabtausch: Insgesamt gab es sieben Touchdown-Spielzüge über mindestens 30 Yards – fünf davon gingen auf das Konto der Warriors.
Genau dieses explosive und temporeiche Football-Spiel macht London so gefährlich, wenn alles zusammenpasst. Neben den offensiven Touchdowns sorgten zusätzlich ein Defensiv-Touchdown und ein Special-Teams-Touchdown frühzeitig für die Entscheidung.
Das einzige größere Fragezeichen bleibt die Konstanz der Defense. Die Warriors haben in dieser Saison zu den Teams gehört, die die meisten Punkte zugelassen haben. Doch eine Mannschaft, die nach einem 0:3-Start mit einer derart explosiven Offense wieder auf Playoff-Kurs liegt, lässt sich inzwischen nicht mehr ignorieren.
3. Wroclaw Panthers: Gegen schwächere Gegner überragend – gegen die Besten weiterhin ohne Antwort
Im Juni belegten die Wroclaw Panthers noch Rang zwei. Fünf Wochen später sind sie auf Platz drei zurückgefallen. Der Grund ist einfach: Gegen die echten Spitzenteams der AFLE konnte sich Wroclaw bislang nicht behaupten.
Zunächst setzte es eine Niederlage gegen die Vienna Vikings, anschließend folgte in Woche 8 beim 7:48 gegen Rhein Fire ein noch deutlicherer Rückschlag. Die Panthers fanden nie richtig ins Spiel.
Running Back Dawid Brzozowski verletzte sich früh und nahm der Offense damit eine ihrer wichtigsten Waffen. Quarterback Jameson Wang, der bis dahin eine nahezu fehlerfreie Saison gespielt hatte, warf an diesem Tag erstmals zwei Interceptions.
Gegen Teams außerhalb der Ligenspitze präsentiert sich Wroclaw dagegen weiterhin ebenso dominant wie noch im Juni.
In Woche 9 fertigten die Panthers Firenze mit 62:0 ab. Wang brachte bis auf einen einzigen sämtliche Pässe an den Mann, erreichte ein perfektes Quarterback-Rating und warf vier Touchdowns. Wide Receiver Mike Harley Jr. sammelte mehr als 150 Receiving Yards und drei Touchdowns, während die Running Backs den Ausfall von Brzozowski problemlos kompensierten.
Genau das beschreibt die Saison der Panthers bislang am besten: dominant gegen die schwächeren Teams, chancenlos gegen die stärksten. Solange sich daran nichts ändert, ist Rang drei die logische Platzierung.
2. Rhein Fire: Das beste Defensive Backfield der Liga – aber nicht genug für Platz eins
Nach Woche 4 stand Rhein Fire bei einer Bilanz von 2:1 und versuchte noch zu beweisen, dass das Team auf Augenhöhe mit den Vienna Vikings agieren kann.
Zwei Monate und zwei direkte Duelle später fällt das Urteil eindeutig aus – und dürfte Rhein Fire nicht gefallen.
Das erste Aufeinandertreffen in Woche 3 verlief deutlich enger, als das Endergebnis von 10:24 vermuten ließ.
Das Rückspiel in Woche 9 wurde als Schwergewichtskampf angekündigt. Für einen Moment schien die Partie tatsächlich zugunsten von Fire zu kippen, als Diego Paz mit einem Pick Six die frühe Führung erzielte.
Danach verstummte jedoch die Offense nahezu komplett. Sie wirkte limitiert, wenig kreativ und phasenweise sogar zögerlich. Aus dem gelungenen Start entwickelte sich keine konstante Punkteproduktion.
Zwei Spiele gegen den aktuellen Maßstab der Liga, zwei Niederlagen – das entspricht schlicht nicht dem Profil eines Teams auf Platz eins.
Im Rennen um die Spitze hält Rhein Fire vor allem das vermutlich beste Defensive Backfield der AFLE. Cornerback Nazir Streater führt die Liga bei den Interceptions an. In den vergangenen drei Spielen gelangen ihm vier Ballgewinne, darunter zwei Interceptions beim 48:7-Erfolg gegen die Wroclaw Panthers in Woche 8 – ein eindrucksvoller Beleg für die Dominanz dieser Defense.
Doch eine Elite-Defense allein reicht bislang nicht aus, um die Vienna Vikings zu schlagen. Solange die Offense nicht auf demselben Niveau spielt, bleibt Rang zwei die passende Einordnung.
1. Vienna Vikings: Acht Siege – und kein Ende in Sicht
Schon zu Beginn der Saison gab es kaum Diskussionen – und daran hat sich bis heute nichts geändert.
Mit einer Bilanz von 8:0 sind die Vienna Vikings weiterhin das einzige ungeschlagene Team der AFLE, und der Abstand zur Konkurrenz ist inzwischen sogar noch größer geworden.
Während die Vikings im Juni lediglich vier Gegner überzeugt besiegt hatten, haben sie inzwischen auch gegen sämtliche Spitzenteams der Liga ihre Klasse bewiesen: eine ausgewogene Offense, eine dominante Defense und absolute Nervenstärke in den entscheidenden Momenten – genau so, wie es bereits vor zwei Monaten erwartet worden war.
Vor fünf Wochen lautete noch die Frage, ob die Vienna Vikings ihr enormes Potenzial auch dauerhaft bestätigen könnten.
Nach acht Spielen gibt es darauf keine Zweifel mehr.
Bis sie jemand schlägt, bleiben die Vienna Vikings der Maßstab in der AFLE – und aktuell ist ihnen weiterhin niemand wirklich nahe.
A.T.
(Quelle: AFLE)











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