AFLE26: Diese drei Quarterbacks kämpfen um den Thron
- A.T.

- vor 2 Stunden
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Drei Quarterbacks haben die ersten drei Wochen der AFLE-Saison 2026 geprägt wie kein anderer. Alle drei liefern ab, alle drei führen ihre Teams an – doch wer steht wirklich an der Spitze?
Das Rennen der Quarterbacks ist eröffnet
Mit Woche 4 vor der Tür wird das Bild immer klarer. Jakeb Sullivan von Berlin Thunder, Jameson Wang von den Panthers Wrocław und Ben Holmes von den Vienna Vikings haben sich statistisch als die führenden Spielmacher auf der wichtigsten Position des Spiels herauskristallisiert. Drei Quarterbacks, drei Teams, drei unterschiedliche Spielstile – und eine Conference, die derzeit ihnen gehört.
Die stille Kraft hinter Wiens perfektem Start
Er legt nicht die spektakulärsten Zahlen auf. Aber Ben Holmes gewinnt.
Nach drei Wochen stehen die Vienna Vikings bei einer Bilanz von 3:0. Sie sind das einzige ungeschlagene Team unter den führenden Quarterbacks der AFLE, und ihr Spielmacher ist der ruhige Motor hinter diesem Erfolg. Seine Fans nennen ihn bereits „BenVP“ – und nach drei Saisonen als Herzstück dieser Franchise ist leicht zu erkennen, warum.

Ben Holmes kennt das Playbook, die Gewohnheiten jedes Receivers und jede Situation, die ein Spiel mit sich bringen kann. Er erzwingt nichts – er kontrolliert das Geschehen.
Die Zahlen spiegeln genau das wider: 742 Passing Yards, eine Completion Rate von 66,67 Prozent, sechs Touchdown-Pässe und nur eine Interception bei 84 Passversuchen. Keine Statistiken, die sofort ins Auge springen, aber äußerst effizient.
Holmes muss die Offense nicht allein tragen. Gegen Rhein Fire in Woche 3 übernahm der finnische Running Back Karri Pajarinen einen Großteil der Arbeit am Boden. Mit 112 Rushing Yards und einem Touchdown sorgte er für die nötige Balance und hielt die Defense ehrlich.
Holmes nutzte die dadurch entstandenen Räume optimal aus, fand Tight End Florian Bierbaumer für einen Touchdown und erzielte zusätzlich selbst einen Rushing Touchdown.
Genau das ist die Formel der Vikings: diszipliniert, ausgewogen und kaum aus der Ruhe zu bringen. Kein Zufall also, dass Wien die zweitwenigsten Strafen der gesamten Conference kassiert hat.
Das Argument gegen Holmes ist einfach: Seine Zahlen könnten besser sein.
Das Argument für ihn ist noch einfacher: Sein Team hat noch kein Spiel verloren.
Sieh dir die Highlights von Ben Holmes auf YouTube an!
Der Maßstab, der sich keinen Fehler erlaubt hat
Über Jameson Wangs Stellenwert im europäischen Football gibt es keine Diskussion. Er gehört zu den Besten – und die ersten drei Wochen der AFLE-Saison haben das nur erneut bestätigt.
Dass er im NFL Draft 2025 nicht ausgewählt wurde, bevor er eine Einladung zum Rookie Minicamp der Los Angeles Chargers erhielt, zeigt, dass das Talent schon immer vorhanden war.
Auch seine Zahlen sprechen für sich: 744 Passing Yards, 62 Prozent angekommene Pässe, acht Touchdown-Pässe und besonders beeindruckend: keine einzige Interception bei 93 Passversuchen.
Wang vermeidet nicht nur Fehler – er bestraft Defenses auf jede erdenkliche Weise.
Gegen die Paris Lights eröffnete er das Scoring mit einem spektakulären 57-Yard-Rushing-Touchdown, legte später einen weiteren Lauf-Touchdown aus kurzer Distanz nach und warf zudem einen 27-Yard-Touchdown-Pass auf Juan Flores-Calderon.
Und all das, während er seine Offense zu einer dominanten 22:0-Führung dirigierte.
Warum steht Wang trotzdem nur auf Platz zwei?
Der Mann vor ihm gewinnt.
Wang begeistert.
In einer eigenen Liga
Wenn die Zahlen einen Sieger bestimmen, dann wählen sie Jakeb Sullivan.
Und das nicht einmal besonders knapp.
978 Passing Yards, eine Completion Rate von 76 Prozent, neun Touchdown-Pässe und lediglich eine Interception bei 107 Passversuchen.
Drei Wochen nach dem Start der ersten AFLE-Saison überhaupt produziert der Quarterback von Berlin Thunder Zahlen, die eigentlich in einer ganz anderen Kategorie geführt werden müssten. Kein anderer Quarterback der Conference kommt derzeit auch nur annähernd an diese Werte heran.
Doch nicht nur die nackten Zahlen sprechen für Sullivan. Der Kontext macht seinen Fall noch stärker.
Sullivan wurde bereits achtmal gesackt. Sechs dieser Sacks kassierte er allein im Auftaktspiel gegen die Vienna Vikings.
Zugleich spielt er hinter dem bislang am häufigsten bestraften Team der Liga.
Berlin Thunder wurde in Woche 1 insgesamt 13-mal für 118 Yards bestraft, in Woche 2 sogar 16-mal für 110 Yards und in Woche 3 weitere zehnmal für 115 Yards.
Chaos um ihn herum – Exzellenz von ihm selbst.
Sullivan funktioniert nicht nur trotz der Unruhe um ihn herum, sondern scheint gerade darin aufzublühen.
Holmes gewinnt auf leise Art.
Wang begeistert.
Sullivan dominiert.
Und die Zahlen interessieren sich nicht für die Umstände, unter denen er das tut.
A.T.
(Quelle: AFLE)






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