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Vienna Vikings (AFLE): Pressegespräch vor Week 9 vor dem Spitzenspiel gegen Rhein Fire

  • Autorenbild: A.T.
    A.T.
  • vor 3 Minuten
  • 6 Min. Lesezeit

Inhalt:

Personelles:


Fokus auf Duisburg: „Es wird eine großartige Atmosphäre“

Vor dem mit Spannung erwarteten Topspiel gegen Rhein Fire blickt Head Coach Chris Calaycay auf eine intensive, aber weitgehend normale Trainingswoche zurück. Durch das Spiel am vergangenen Samstag blieb den Coaches mehr Zeit für die Vorbereitung, gleichzeitig stellt die Auswärtsreise nach Duisburg besondere Anforderungen.

„Wir fahren in eine feindliche Atmosphäre. Darauf haben wir unsere Spieler vorbereitet. Es wird großartig – es wird Spaß machen.“– Chris Calaycay

Respekt vor Rhein Fire – aber voller Siegeswille

Für Calaycay ist klar, dass das Duell nicht mit dem ersten Aufeinandertreffen der Saison zu vergleichen ist. Rhein Fire habe sich im Laufe der Saison weiterentwickelt und sei heute ein anderes Team.

Vor allem offensiv sei mehr Konstanz erkennbar, während sich auch die Defense verändert habe. Dennoch richtet sich der Blick der Vienna Vikings in erster Linie auf die eigene Leistung.

„Das ist nicht mehr Woche drei. Beide Teams haben sich weiterentwickelt. - Wir wollen den Sieg mit nach Hause nehmen und erneut 1:0 gehen – so wie wir es immer tun.“– Chris Calaycay

Vorbereitung auf den Lärm im Stadion

Ein wichtiger Bestandteil der Trainingswoche war die Vorbereitung auf die erwartete Kulisse in Duisburg. Für die Vikings ist dabei vor allem Disziplin gefragt.

„Die Strafen vor dem Snap werden entscheidend sein. Wir dürfen uns nicht selbst in schwierige Situationen bringen.“– Chris Calaycay

Der Head Coach vertraut dabei auf die Erfahrung seines Kaders, der bereits zahlreiche Spiele in großen Stadien bestritten hat.


Elmeri Laalo: „Wien ist meine zweite Heimat“

Linebacker Elmeri Laalo gehört inzwischen zu den Führungsspielern der Vikings. Der Finne kam mit 21 Jahren nach Wien – heute bezeichnet er die österreichische Hauptstadt als seine zweite Heimat.

Für ihn sind es vor allem die Menschen und die enge Gemeinschaft innerhalb des Vereins, die den Unterschied ausmachen.

„Wien ist zu einem großen Teil meines Erwachsenenlebens geworden. Es ist meine zweite Heimat. - Die Dinge, die größer sind als Football – die Freundschaften und Beziehungen –, sind das Besondere.“– Elmeri Laalo
Safety Elmeri Laalo, Vienna Vikings
Safety Elmeri Laalo, Vienna Vikings

Warum so viele Finnen bei den Vikings spielen

Laalo sieht die Erklärung nicht im Vereinsnamen, sondern in der Mentalität.

Die Vienna Vikings seien seit Jahren eine feste Größe im europäischen Football. Gleichzeitig ähnelten sich die finnische Football-Kultur und jene der Vikings.

„Vielleicht haben wir nicht immer die größten Spieler, aber wir kennen unsere Aufgaben, bereiten uns hervorragend vor und spielen mit voller Härte.“– Elmeri Laalo

Auch Head Coach Calaycay unterstreicht die Bedeutung finnischer Spieler für das Team.

„Meine Aufgabe ist es, talentierte Spieler zu verpflichten, die nicht nur Football spielen können, sondern auch zu unserer Kultur passen.“– Chris Calaycay

Die Defense lebt von Zusammenhalt und Verantwortung

Für Laalo ist der größte Erfolgsfaktor der Vikings-Defense die gegenseitige Verantwortung.

Jeder Spieler fordere den anderen, man spreche Probleme offen an und unterstütze sich gegenseitig.

„Wenn ich sehe, wie ein Mitspieler einen Big Play macht, pusht mich das sofort. - Wir ziehen uns gegenseitig zur Verantwortung. - Man entwickelt auf dem Footballfeld eine Verbindung, die ich bislang nirgendwo sonst erlebt habe.“– Elmeri Laalo

Positiver Druck vor dem Spitzenspiel

Trotz der Bedeutung des Spiels verspürt die Defense keinen außergewöhnlichen Druck.

Stattdessen sieht Laalo die Verantwortung gegenüber der eigenen Offense als zusätzliche Motivation.

„Wir wollen für unsere Offense ein Sicherheitsnetz sein. - Druck ist nicht automatisch etwas Negatives. Oft sorgt er dafür, dass man noch fokussierter arbeitet.“– Elmeri Laalo

Gesunder Konkurrenzkampf mit der Offense

Die starke Vikings-Offense gibt der Defense zusätzliches Selbstvertrauen – gleichzeitig entsteht daraus ein interner Wettbewerb.

„Wenn unsere Offense 50 Punkte erzielt, dann wollen wir als Defense möglichst gar keine zulassen.“– Elmeri Laalo

Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg

Sowohl Laalo als auch Calaycay betonen, dass Kommunikation einer der wichtigsten Faktoren in der Defense ist.

Nur wenn alle Spieler dieselben Informationen haben und gemeinsam handeln, könne die Defense ihr volles Potenzial entfalten.

„Wenn wir uns richtig aufstellen und jeder seine Aufgabe kennt, können wir anschließend frei Football spielen.“– Elmeri Laalo

Calaycay ergänzt:

„Solange alle dieselbe Entscheidung treffen und gemeinsam ausführen, werden wir erfolgreich sein. - Wenn alle richtig stehen und bereit sind, können sie schnell und frei Football spielen.“– Chris Calaycay

Lob für Elmeri Laalo

Calaycay nutzt die Pressekonferenz auch, um seinen Führungsspieler besonders hervorzuheben.

Er beschreibt Laalo als einen Spieler, der nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch Verantwortung übernimmt und die Coaches mit seinen Ideen fordert.

„Er ist ein unverzichtbarer Bestandteil dessen, was wir hier bei den Vikings machen. - Er sorgt dafür, dass alle richtig stehen und jedes Detail stimmt. - Er rennt für sein Team notfalls durch eine Wand. - Er spielt Football genau so, wie Football gespielt werden sollte.“– Chris Calaycay

Ausblick

Mit viel Respekt vor Rhein Fire, aber ebenso großem Selbstvertrauen reisen die Vienna Vikings nach Duisburg. Während Calaycay auf Disziplin, Erfahrung und eine konsequente Umsetzung des Gameplans setzt, sieht Laalo den Schlüssel zum Erfolg in Zusammenhalt, Kommunikation und dem Vertrauen innerhalb der Mannschaft.

Beide machen deutlich: Für die Vikings zählt auch vor diesem Spitzenspiel nur ein Ziel – den nächsten Sieg einzufahren und den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen.

Vienna Vikings - Press Talk
Vienna Vikings - Press Talk

Personelles:


Robert Lachmann als gezielte Verstärkung

Ein wichtiges Thema der Pressekonferenz war auch die Kaderplanung der Vienna Vikings. Head Coach Chris Calaycay bestätigte, dass die Verpflichtung von Robert Lachmann Teil einer langfristigen Planung war und nicht kurzfristig aus einer Notsituation entstand.

Calaycay erklärte, dass die Vikings ihre verfügbaren E-Import-Plätze bewusst nicht vollständig besetzt hatten. Bereits seit mehreren Jahren habe man Kontakt zu Lachmann gehalten – sowohl während dessen Zeit bei Raiders Tirol als auch später bei Stuttgart Surge. Man habe stets vereinbart, bei einer passenden Gelegenheit eine Zusammenarbeit zu prüfen.

„Wir standen schon seit Jahren mit Robert in Kontakt. Wenn sich die richtige Gelegenheit ergibt und er verfügbar ist, wollten wir diese Möglichkeit nutzen.“– Chris Calaycay

Durch die Verletzung von Lucas Siebert sowie einen weiteren freien E-Import-Platz ergab sich nun genau diese Gelegenheit.

Calaycay betonte allerdings, dass von Lachmann keine sofortige Schlüsselrolle erwartet werde.

„Man sollte nicht erwarten, dass Robert an diesem Wochenende 60 Snaps spielt. Es geht darum, ihn Schritt für Schritt in die Mannschaft zu integrieren.“– Chris Calaycay

Gleichzeitig hob der Head Coach die sportlichen Qualitäten des Neuzugangs hervor.

„Er bringt seine Qualitäten in unser Team ein. Vor allem kann er hervorragend Druck über die Außenbahn erzeugen.“– Chris Calaycay
DE #5 Robert Lachmann, Vienna Vikings ab 16.07.2026
DE #5 Robert Lachmann, Vienna Vikings ab 16.07.2026

Verletzung von Florian Bierbaumer

Bereits zu Beginn der Pressekonferenz sprach Calaycay über die Personalsituation. Florian Bierbaumer befindet sich weiterhin auf der Injured Reserve List (IR) und wird den Vikings noch einige Wochen fehlen.

„Florian Bierbaumer steht auf der Injured Reserve und wird noch ein paar Wochen brauchen. Wir versuchen, so viele Spieler wie möglich zurückzubekommen.“– Chris Calaycay

Trotz des Ausfalls zeigte sich der Head Coach mit der Kadertiefe zufrieden und verwies auf die Vielzahl an Optionen innerhalb der Mannschaft.

Update zu Lucas Siebert

Auch über den verletzten Defensive Lineman Lucas Siebert gab Calaycay ein positives Update. Nach seiner Operation befinde sich der junge Spieler auf einem guten Weg.

Der Vikings-Head-Coach berichtete, dass Siebert bereits mehrere Wochen Rehabilitation hinter sich habe und nun Schritt für Schritt an seinem Comeback arbeite.

„Er ist auf dem richtigen Weg. Wenn er die Reha konsequent durchzieht und hart arbeitet, kann er genauso gut oder sogar stärker zurückkommen als zuvor.“– Chris Calaycay

Homegrown-Spieler bleiben wichtiger Bestandteil der Planung

Ein weiterer Schwerpunkt war die Verpflichtung österreichischer Homegrown-Spieler nach dem Ende der AFL-Saison.

Calaycay erklärte, dass die Vikings diesen Prozess bereits seit mehreren Jahren strategisch vorbereiten. Die Verantwortlichen beobachten geeignete Spieler frühzeitig und erstellen entsprechende Listen. Entscheidend seien jedoch immer der richtige Zeitpunkt sowie der konkrete Bedarf im Kader.

„Wie bei jedem Recruiting muss man langfristig planen. Wir beobachten diese Spieler schon seit Längerem.“– Chris Calaycay

Da viele AFL-Spieler eine lange Saison hinter sich haben, müsse sorgfältig abgewogen werden, wann ein Einstieg sinnvoll sei.

Als Beispiele für erfolgreiche Nachverpflichtungen nannte Calaycay unter anderem Zoltan Golita und Sebastian Ernst, die beide zunächst spät zur Mannschaft stießen und sich anschließend zu wichtigen Bestandteilen des Teams entwickelten.

„Zoltan Golita und Sebastian Ernst sind gute Beispiele dafür, wie sich diese Strategie auszahlen kann.“– Chris Calaycay

Mit Blick auf die kommende AFL-Finalphase betonte der Head Coach, dass die Vikings weiterhin sowohl Spieler der Danube Dragons als auch der Graz Giants beobachten werden. Ob es tatsächlich zu weiteren Verpflichtungen kommt, werde letztlich von der personellen Situation und den benötigten Positionen abhängen.

„Am Ende hängt alles davon ab, welche Positionen wir verstärken müssen.“– Chris Calaycay

A.T.

(Quelle: Vienna Vikings Press Talk 16.07.2026)

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