Vienna Vikings (AFLE) - Pressegespräch vor Week 7 at Berlin Thunder
- A.T.

- vor 2 Tagen
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Organisatorische Informationen
Die Vienna Vikings reisen am Samstagmorgen, 04.07.2026 um 09:00 Uhr mit zwei Doppeldeckerbussen nach Berlin. Die lange Anreise soll den Spielern und Coaches möglichst komfortabel gestaltet werden; vorgesehen sind ausreichend Platz zum Ausstrecken und Erholen sowie die Ankunft im Berliner Teamhotel am Abend.
Am Sonntag folgt die gewohnte Pre-Game-Routine, nachdem das Team drei Stunden vor dem Kickoff im Stadion eintrifft.
Das Spiel bei den Berlin Thunder beginnt am Sonntag um 16:40 Uhr. Es wird über AFLE+, Red Bull TV, Krone TV und SPORT1 übertragen. Wegen der begrenzten Stadionkapazität werden nur rund 110 Zuschauer erwartet.
Bereits am Donnerstag wurde das Training vorgezogen, damit die Mannschaft anschließend gemeinsam das WM-Fußballspiel Spanien gegen Österreich verfolgen kann. Aufgrund der spanischen Spieler im Roster ist dabei auch ein internes Teamduell zwischen „Team Österreich“ und „Team Spanien“ geplant.
Zusammenfassung Chris Calaycay
Head Coach Chris Calaycay erwartet gegenüber dem Season Opener ein deutlich stärkeres Team der Berlin Thunder. Berlin habe sich im Saisonverlauf entwickelt, verfüge mit Jakeb Sullivan über einen der produktivsten Passer der Liga und sei klar passorientiert. Besonders die Fähigkeit von Sullivan, Plays außerhalb der Pocket zu verlängern und selbst zu kreieren, stelle die Defense vor eine Herausforderung. Die Vikings müssten deshalb ein sehr gutes Defensivspiel liefern und dürften sich vom 49:7-Erfolg im ersten Aufeinandertreffen nicht beeinflussen lassen.
Für Calaycay ist entscheidend, dass die Mannschaft ihre etablierte 1:0-Mentalität beibehält. Vergangene Ergebnisse dürften keine Rolle spielen; jedes Spiel müsse eigenständig vorbereitet werden. Niemand dürfe unterschätzt werden. Ziel sei es, auswärts konsequent Vikings Football zu spielen und die eigene Leistung auf das Feld zu bringen.
Die starke erste Halbzeit gegen die London Warriors habe laut Calaycay gezeigt, wie explosiv sein Team in allen drei Phasen sein könne. Ein Punt-Return-Touchdown, ein Interception-Return-Touchdown sowie schnelle Scoring Drives der Offense hätten das Spiel früh gekippt. Genau diese Fähigkeit, in Offense, Defense und Special Teams große Plays zu produzieren, sei ein zentraler Bestandteil der Mannschaft.
Die angekündigten Regenfälle in Berlin sieht Calaycay gelassen. Beide Teams müssten unter denselben Bedingungen spielen. Wichtiger sei bei extremen Temperaturen grundsätzlich die Sicherheit der Spieler. Auf die besondere Akustik in einem nahezu leeren Stadion bereitet sich das Team dennoch vor:
Da Kommunikation und Zurufe von der Sideline deutlich besser hörbar sein werden, trainieren die Coaches angepasste visuelle Signale und Positionierungen für Personnel Changes.

Die geringe Zuschauerzahl soll keine Ausrede sein. Calaycay betonte, dass ein Auswärtsspiel ohnehin unbequem sein müsse. Die Mannschaft solle die Reise nach Berlin als gemeinsames Erlebnis sehen, sich auf ihre Aufgaben konzentrieren und aus der außergewöhnlichen Situation etwas Positives machen. Gerade die lange Busfahrt könne den Zusammenhalt stärken.
Auch mit Blick auf die Defense zeigte sich Calaycay überzeugt. Das Ziel sei, bei Third Down vom Feld zu kommen, Druck auf den Quarterback zu erzeugen und das Laufspiel des Gegners zu kontrollieren. Turnovers und Interceptions entstünden häufig durch die Arbeit der Defensive Front. Die Abstimmung zwischen Defensive Line und Secondary funktioniere sehr gut; die einzelnen Ebenen der Defense profitierten voneinander.
Gleichzeitig stellte Calaycay klar, dass er mit dem bisherigen Saisonverlauf zwar zufrieden, aber nicht satt sei. Die Mannschaft habe noch Verbesserungspotenzial. Die kommenden Wochen mit der langen Reise nach Berlin, dem Heimspiel gegen die defensivstarken Paris Lights sowie anschließenden Auswärtsspielen bei Rhein Fire und den Firenze Red Lions würden weitere Herausforderungen bringen.
Zusammenfassung Pablo Araya
Defensive Back Pablo Araya betonte, dass der Spaß innerhalb der Defense vor allem daraus entstehe, dass das Team trotz seiner Erfolge noch nicht sein bestes Spiel gezeigt habe. Bei der Filmanalyse seien weiterhin viele verpasste Möglichkeiten sichtbar – mögliche Interceptions, harte Hits oder Pass Breakups. Genau diese Details hielten ihn und die Defense motiviert.
Araya sieht keine Gefahr, nach dem deutlichen Sieg im ersten Spiel gegen Berlin nachlässig zu werden. Er verwies darauf, dass ihn selbst ein zugelassenes Field Goal aus dem ersten Duell noch immer ärgere. Seine Haltung beschrieb er als „No Mercy“-Mentalität:
Wer den Helm aufsetzt und gegen die Vikings antritt, müsse bereit sein, physischen Football zu bekommen.
Trotz der hohen Erwartungen an die Vienna Vikings sieht Araya keinen Grund zur Selbstzufriedenheit. Tiefe im Roster sei zwar wertvoll, doch auf dem Feld stünden immer nur elf Spieler gegen elf Spieler. Die Qualität der Ersatzspieler auf der Bank entscheide nicht über ein einzelnes Play. Jeder Gegner verfüge über gute Spieler, werde bezahlt und habe Erfahrung in großen Programmen gesammelt. Deshalb gehe es ausschließlich darum, an diesem Tag besser zu sein und die Woche mit einem 1:0 abzuschließen.
Für die Defense sei die Grundhaltung klar:
Die Gegner müssten sich an die Vikings anpassen, nicht umgekehrt.
Natürlich werde gescoutet und ein Gameplan erstellt, doch das Team wolle seine physische Spielweise und sein solides Scheme durchsetzen. Gegen Jakeb Sullivan und Johnny Cole gehe es nicht darum, einzelne Spieler zu fürchten, sondern darum, mit der gesamten Defense Druck auszuüben, den Ballträger zu verfolgen und den Gegner zu zwingen, Antworten auf die eigene Spielweise zu finden.

Besonders wertvoll sei für Araya das tägliche Training gegen Quarterback Ben Holmes. Gegen einen Quarterback dieser Qualität müsse jeder technische Fehler vermieden werden. Schon ein falscher Schritt könne dazu führen, dass man beim Ball zu spät sei. Holmes zwinge die Defensive Backs, ihre Keys präzise zu lesen, die Augenführung im Dreieck aus Center, Tackle und Quarterback sauber zu halten und auf kleinste Hinweise wie Blickrichtung und Körpersprache zu reagieren. Diese Reps seien für ihn eine wichtige Grundlage, um sich auch im Spiel schneller und sicherer zu bewegen.
Auch die langen Auswärtsfahrten betrachtet Araya positiv. Während auf der Hinfahrt eher Entspannung und ruhigere Gespräche im Vordergrund stünden, sei die Rückfahrt nach einem Spiel meist deutlich ausgelassener. Gerade im europäischen Football, in dem nicht alle Spieler wegen Studium oder Beruf bei jedem Meeting anwesend sein könnten, böten solche Reisen die Möglichkeit, Teamkollegen abseits des Spielfelds besser kennenzulernen und den Zusammenhalt zu vertiefen.
Woche 8: Ausblick und zusätzliche Informationen
Nach dem Berlin-Spiel folgt am Samstag, 11. Juli das nächste Heimspiel der Vienna Vikings. In der Woche davor wird Bernhard Raimann, ehemaliger Vienna Viking und Starting Tackle der Indianapolis Colts, in Wien erwartet. Er wird nicht nur seine Familie besuchen, sondern auch zwei Tage mit dem Team verbringen.
Am Freitag, dem 10. Juli, veranstaltet Raimann gemeinsam mit Björn Werner, Global Ambassador der Indianapolis Colts, ein Jugendcamp auf der Trainingsanlage der Vienna Vikings. Auch Blue und die Colts Cheerleader sowie weitere Vertreter der Indianapolis Colts werden erwartet und sollen beim Heimspiel am 11. Juli anwesend sein.
A.T.
(Quelle: Vienna Vikings Press Talk 02.07.2026)





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