Vienna Vikings (AFLE): Pressegespräch vor Week 3 gegen Rhein Fire
- A.T.

- 5. Juni
- 5 Min. Lesezeit

Rahmenprogramm rund um das Spitzenspiel
Die Vienna Vikings erwarten am Samstag eines der größten Spiele der bisherigen AFLE-Saison. Gegner in der Generali Arena ist Rhein Fire, Kickoff ist um 16:45 Uhr.
Bereits ab 14:00 Uhr startet die Pregame-Party mit:
DJ und Unterhaltung
Food-Angeboten
Pop-up-Stores
Meet & Greet mit Max Strong und dem Seahawks-Maskottchen BAM
Besuch des US-Botschafters Peter Fischer
Ring-Zeremonie für Absolventen der Vikings Academy
Live gespielte Nationalhymnen der USA, Österreichs und Deutschlands durch die Gardemusik Wien
Das Spiel wird unter anderem auf ORF Sport+, SPORT1, Red Bull TV, Krone TV und dem AFLE+ Game Pass übertragen.
Chris Calaycay über Rhein Fire
Head Coach Chris Calaycay bezeichnete das Duell als:
„Das Top-Spiel der Saison in Europa.“
Obwohl Rhein Fire bislang erst ein Spiel gegen die London Warriors absolviert hat, sieht er bereits die hohe Qualität des Kaders:
körperbetonte Spielweise
starke Offensive Line
Fokus auf Laufspiel und Play Action
explosive Waffen wie Kwofie und Geiger
neue Coaches, aber weitgehend unveränderte Spielphilosophie
starke deutsche Cornerbacks, denen in der Defense viel Verantwortung übertragen wird
Für Calaycay ist dies das prestigeträchtigste Duell der bisherigen Saison und ein erster echter Maßstab für die gesamte Liga.
Rückblick auf die Duelle gegen Rhein Fire
Angesprochen auf die Niederlage gegen Rhein Fire in Wien im Vorjahr stellte Calaycay klar:
„Wir haben das Spiel verloren.“
Aus seiner Sicht waren vor allem eigene Fehler ausschlaggebend:
Sack-Fumble-Touchdown
Abstimmungsfehler in der Passverteidigung
Fehler in den Special Teams
Er erwartet erneut ein enges Spiel zweier starker Defensivreihen und betonte, dass ein niedriges Ergebnis nicht zwangsläufig auf Nervosität, sondern oft auf gute Defense zurückzuführen sei.
Die Bedeutung der Offensive Line
Ein großer Teil der Pressekonferenz drehte sich um die Vikings-Offensive-Line und insbesondere um Nick Wiens.
Wiens erklärte, dass die Chemie innerhalb der Line bereits vom ersten Training an hervorragend gewesen sei.
Er beschrieb die Mentalität der Offensive Line so:
„Wir graben uns einfach durch die Arbeit und versuchen, so viele Möglichkeiten wie möglich für unsere Offense zu schaffen.“
Dabei gehe es nicht um persönliche Statistiken, sondern darum:
Ben Holmes Zeit zu verschaffen
Laufwege für Albert Wiesigstrauch und Karri Pajarinen zu öffnen
die gesamte Offense erfolgreich zu machen
Calaycay lobte die Einheit ausdrücklich und bezeichnete ihre Leistung gegen die Panthers Wrocław als einen der Hauptgründe für den Erfolg. Besonders gegen die vielen Blitzes und Stunts der Panthers habe die Offensive Line hervorragende Arbeit geleistet.
Nick Wiens und sein Wechsel von Rhein Fire
Immer wieder wurde Nick Wiens auf seine Vergangenheit bei Rhein Fire angesprochen.
Er spielte mehrere Jahre für die Düsseldorfer und kennt viele Spieler noch aus gemeinsamen Zeiten oder sogar aus der Jugend.
Trotzdem betonte er:
„Wenn das Spiel beginnt, ist es mir egal, wer vor mir steht. Ich will einfach arbeiten.“
Er freue sich auf die Herausforderung, werde das Spiel aber professionell angehen.
Auf die Frage nach möglichem Trash Talk antwortete er:
„Ich werde nicht damit anfangen. Aber ich werde definitiv darauf eingehen.“
Damit sorgte er für einige Lacher unter den Journalisten.
Vikings gegen Fire – besondere Atmosphäre
Nick Wiens erwartet eine außergewöhnliche Stimmung in der Generali Arena.
Dabei verwies er auf die große Anzahl an reisenden Rhein-Fire-Fans:
Rhein Fire bringt traditionell viele Anhänger mit zu Auswärtsspielen.
Die Vikings-Offense muss sich auf zusätzliche Lautstärke einstellen.
Kommunikation an der Line of Scrimmage wird dadurch noch wichtiger.
Gleichzeitig glaubt er, dass die erfahrenen Spieler beider Mannschaften mit dieser Atmosphäre gut umgehen können.
Turnovers als Schlüsselfaktor
Für Calaycay gehören Ballverluste zu den wichtigsten Statistiken überhaupt.
Positiv hob er hervor:
keine Interception von Ben Holmes
keine verlorenen Fumbles der Offense
zwei erzwungene Fumbles der Defense
fünf Sacks gegen Jameson Wang
Besonders gelobt wurde die konsequente Verfolgung der Spielzüge bis zum Ende.
Die Vikings trainieren gezielt:
Ball Punches
Strip Tackles
Pursuit zum Ball
Calaycay sieht Turnovers als möglichen entscheidenden Faktor gegen Rhein Fire.
Zusammenarbeit mit Jordan Newman
Über Offensive Coordinator Jordan Newman sprach Calaycay äußerst positiv.
Er bezeichnete ihn als einen der besten Coaches Europas und hob hervor:
langjährige Vertrauensbasis
identische Vorstellungen vom Spiel
schnelle Kommunikation während der Spiele
keine Ego-Probleme
Die Zusammenarbeit funktioniere nahezu nahtlos, obwohl beide längere Zeit getrennte Wege gegangen seien.
Das Running-Back-Duo der Vikings
Calaycay erklärte ausführlich die Vorteile der aktuellen Running-Back-Kombination.
Kari Pajarinen
physischer Läufer
kraftvoll
sehr geduldig hinter seinen Blocks
Albert Wiesigstrauch
explosiver Runner
hoher Antritt
jederzeit für lange Läufe gut
Dazu kommt mit Johannes Schütz ein weiterer Running Back, der aktuell noch an seiner Rückkehr arbeitet.
Besonders wichtig sei:
Es gibt kein RB1- oder RB2-Denken.
Die Running Backs unterstützen sich gegenseitig und profitieren voneinander.
Defensive Line als Stärke der Vikings
Nick Wiens erklärte, dass das tägliche Training gegen die Vikings-Defense eine enorme Hilfe sei.
Dabei nannte er unter anderem:
Thomas Schaffer
Florian Sudi
Sean Trotter
Alejandro Fernández
Teilweise müsse die Offensive Line gegen Spieler mit 140 bis 160 Kilogramm antreten.
Sein Fazit:
„Entweder du wirst besser oder du wirst schlechter.“
Die tägliche Arbeit gegen diese Defensive Line habe die gesamte Offensive stärker gemacht.
Update zu Florian Sudi
Calaycay bestätigte, dass Florian Sudi wieder näher an seinem Comeback ist.
Zudem lobte er mehrere Defensive Linemen:
Sean Trotter
Thomas Schaffer
Manuel Radfuchs
Malek Jardat
Besonders Manuel Radfuchs hob er hervor. Trotz seiner vergleichsweise geringen Körpergröße spiele er mit außergewöhnlicher Hebelwirkung und habe bereits mehrere Pässe abgewehrt.
Auch der erst 21-jährige Malek wurde als Spieler mit großem Entwicklungspotenzial bezeichnet.
Großes Event, aber Fokus auf Football
Auf die Frage, wie man bei all dem Rahmenprogramm konzentriert bleibt, verwies Calaycay auf frühere Großereignisse mit NFL-Stars wie Marshawn Lynch.
Für ihn gehören große Stadien, große Kulissen und große Gegner zum professionellen Football.
Er sagte sinngemäß:
„Dafür spielen wir Football.“
Die Generali Arena sei genau die richtige Bühne für ein Spiel dieser Bedeutung.
Seahawks-Kooperation
Im lockeren Teil der Pressekonferenz wurde darüber gesprochen, welche ehemaligen Seahawks-Stars man künftig gerne in Wien begrüßen würde. Genannt wurden:
Shaun Alexander
Bobby Wagner
Cortez Kennedy
Matt Hasselbeck
Calaycay betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Seattle Seahawks für die Entwicklung des Sports in Österreich.
Gleichzeitig erklärte er, dass er sich ebenso über Besuche anderer NFL-Persönlichkeiten freuen würde, etwa von den Indianapolis Colts mit Bernhard Raimann.
Special Teams und Feldposition
Zum Abschluss machte Calaycay deutlich, dass die Feldposition gegen Rhein Fire möglicherweise spielentscheidend sein wird.
Nach einem Fehler im Punt-Team gegen Wrocław wurde dieses Thema intensiv aufgearbeitet.
Wichtige Faktoren werden sein:
fehlerfreie Special Teams
keine Kommunikationsprobleme
gute Feldpositionen für die Offense
Vermeidung unnötiger Strafen
Gerade in einem möglicherweise engen Spiel könne jeder gewonnene oder verlorene Yard entscheidend sein.
Bemerkenswertes Schlusszitat von Nick Wiens
Zum Ende wurde Nick Wiens gefragt, ob er alles dafür tun werde, damit Ben Holmes seine Spitzenwerte weiter ausbaut. Seine Antwort:
„Ich würde alles für Ben tun. Ob er Passing Leader, Rushing-Touchdown-Leader oder sogar Receiving-Touchdown-Leader wird – das ist mir egal. Ich werde alles tun, um ihm dabei zu helfen.“
Diese Aussage sorgte für Gelächter und zeigte gleichzeitig den starken Zusammenhalt innerhalb der Vikings-Offense.
Kernaussage der gesamten Pressekonferenz
Sowohl Chris Calaycay als auch Nick Wiens machten deutlich, dass die Vikings Rhein Fire weiterhin als den größten Maßstab im europäischen Club-Football ansehen. Das Spiel am Samstag wird intern als erster echter Härtetest der Saison betrachtet und könnte bereits ein Vorgeschmack auf ein mögliches späteres Endspiel sein.
Der 53-Mann-Roster
wird für den Gameday auf 46 reduziert!


A.T.
(Quelle: Vienna Vikings Pressegespräch)





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