Berlin Thunder (AFLE) - HC Shawn Cooper: „Ich möchte, dass Berlin Thunder für etwas Größeres steht“
- A.T.

- 1. März
- 3 Min. Lesezeit

Berlin Thunder geht mit einer klaren Vision in die Saison 2026 im europäischen American Football. Mit Shawn Cooper als neuem Head Coach und dem Wechsel in die AFLE richtet die Franchise ihre Identität neu aus – mit Fokus auf Kultur, Wettbewerbsfähigkeit und langfristigen Erfolg. Coopers erste Aussagen lassen keinen Zweifel: Es geht darum, in der deutschen Hauptstadt etwas Nachhaltiges aufzubauen.
„Der Übergang war energiegeladen und zielgerichtet“
Für Shawn Cooper war der Schritt in die Rolle des Head Coaches sowohl anspruchsvoll als auch motivierend.
„Der Übergang war energiegeladen und zielgerichtet“,
erklärte er.
„Wenn man eine Rolle wie die des Head Coaches übernimmt, spürt man sofort die Verantwortung – nicht nur für Siege und Niederlagen, sondern für Menschen, Strukturen und eine Vision.“
Anstatt sofort große Veränderungen durchzusetzen, begann Cooper zunächst mit Analyse und Abstimmung.
„Mein Fokus lag zu Beginn darauf, zuzuhören, ehrlich zu evaluieren und Vertrauen sowie eine gemeinsame Ausrichtung innerhalb der Organisation aufzubauen“,
sagte er. Ein zentraler Grundsatz prägt nun seine Offseason:
„Vertrauen und Klarheit schaffen Selbstvertrauen. Spieler und Staff müssen genau wissen, wer wir sind, was wir erwarten und wie wir arbeiten.“
Einen Thunder-Kader mit Geschwindigkeit und Physis aufbauen
Auf dem Feld sind Shawn Coopers Prioritäten klar und messbar.
„Auf dem Feld beginnt alles mit dem Aufbau eines Kaders, der zu unserer Identität passt: Geschwindigkeit, Physis und Intelligenz“,
erklärte er.
„Wir wollen Spieler, die den Wettbewerb lieben und sich anpassen können.“
Dieser Ansatz spiegelt die Anforderungen des modernen American Football wider, in dem Vielseitigkeit und Tempo oft über Spiele entscheiden. Cooper möchte einen Kader, der auch unter Druck funktioniert – etwa im Two-Minute-Drill in der Offense oder in entscheidenden Third-Down-Situationen in der Defense.
Auch abseits des Feldes setzt er klare Standards.
„Kultur ist alles. Wir bauen ein professionelles Umfeld auf, das auf Verantwortlichkeit, Vertrauen und täglichen Standards basiert“,
sagte Cooper.
Neue Chancen nutzen
Der strukturelle Wechsel in die AFLE markiert einen entscheidenden Moment für die Franchise. Cooper sieht den Schritt als strategische Chance.
„Veränderung schafft Möglichkeiten. Der Wechsel in die AFLE gibt uns die Chance, etwas Neues mitzugestalten und an der Spitze der sich entwickelnden europäischen Football-Landschaft zu konkurrieren“,
sagte er. Gleichzeitig erkennt er die Herausforderung.
„Neue Liga, neue Gegner, neue Erwartungen. Aber Organisationen, die Veränderungen annehmen statt sie zu bekämpfen, sind diejenigen, die sich abheben.“
Seine Haltung dazu ist eindeutig:
„Unsere Einstellung ist es, diese Chance anzunehmen, anzugreifen und zu gewinnen.“
Explosive Offense und harte Defense
Auch taktisch hat Cooper bereits klare Vorstellungen davon, wie Thunder-Football 2026 aussehen soll.
„Fans können ein Team erwarten, das schnell, diszipliniert und aggressiv spielt“,
sagte er. Offensiv soll das Feld maximal genutzt werden.
„Wir wollen Defenses horizontal und vertikal unter Druck setzen und unsere Playmaker in Position bringen, explosiv zu sein.“
Für Cooper steht jedoch die Identität über dem Spielsystem.
„Mehr als das Scheme wird unsere Identität davon geprägt sein, wie wir konkurrieren. Wir wollen jede Woche das am besten verbundene und härteste Team auf dem Feld sein. Das ist nicht verhandelbar.“
Lokale Talente entwickeln und Championship-Standards in Berlin setzen
Ein zentraler Bestandteil von Coopers Philosophie ist die strukturierte Spielerentwicklung.
„Entwicklung ist ein bewusster Prozess. Sie passiert nicht zufällig“,
erklärte er.
„Die Stärke jeder europäischen Organisation liegt in ihren eigenen Nachwuchsspielern. Wir wollen massiv in sie investieren, sie fordern und ihnen alle Ressourcen geben, um zu Impact-Spielern zu werden.“
Mit Blick auf die Saison 2026 versteckt Cooper seine Ziele nicht.
„Messbar ist unser Ziel, um die Playoffs zu kämpfen und uns als Championship-Kandidat zu positionieren. Dieser Standard ist klar.“
Doch seine Ambitionen gehen über Siege hinaus.
„Ich möchte, dass Berlin Thunder für etwas Größeres steht – für Einheit, Professionalität und Stolz.“
Mit einer neuen Liga, einer klar definierten Identität und einem Head Coach, der auf Vertrauen und Verantwortung setzt, will Berlin Thunder sich als ernsthafter Titelanwärter in der AFLE etablieren. In Coopers Worten gilt:
„Wenn die Kultur stimmt, wird nachhaltiger Erfolg folgen.“
A.T.
(Quelle: AFLE - The League Europe)





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