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AFVD: Team Germany verzichtet auf EM-Teilnahme

  • Autorenbild: A.T.
    A.T.
  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Der AFVD hat am Montag, 12.01.2026 der IFAF mitgeteilt, dass die Männer Nationalmannschaft am kommenden EM-Zyklus (2026 – 2027) nicht teilnehmen wird. Hintergrund ist die von der IFAF geforderte Zusage bis Anfang Januar, die der AFVD so nicht geben konnte.

Der Restart der deutschen Nationalmannschaft ist schon wieder beendet
Der Restart der deutschen Nationalmannschaft ist schon wieder beendet

Zum einen ist die interne Aufarbeitung des sportlichen Abschneidens beim Final4 EM Turnier in Krefeld Ende Oktober 2025 noch nicht abgeschlossen. Dazu ist die Finanzierung aktuell nur zum Teil über den AFVD-Haushalt abgesichert. Es fehlen knapp 100.000.- EUR für die Teilnahme an der EM, die so im Haushalt nicht zur Verfügung stehen.


Der AFVD hatte die IFAF deshalb gebeten, sich mit einer verbindlichen Zusage bis Ende Februar zu gedulden. Das Thema Finanzierung der EM-Teilnahme sollte beim geplanten „AFVD-Bundestag 2030“ am 14.02.2026 in Frankfurt auf der Tagesordnung stehen. Der Bundestag 2030 wird erstmalig stattfinden mit dem Ziel, sich mit allen Landesverbänden und Sparten im AFVD über die strategische Ausrichtung des AFVD für die kommen fünf Jahren auszutauschen, u.a. auch über eine mögliche Teilnahme an der Männer-EM und der Finanzierung.

Das hat die IFAF abgelehnt, da sie mit der Turnierplanung nicht weiter warten will.


Die Turnierpause wird nun genutzt, um intern die Strukturen zu überdenken und neu zu installieren. Nach 10 Jahren ohne Herren-Nationalmannschaft war die Euphorie sehr groß mit einem Neustart in 2022, wurde jedoch mit einem 4. Platz beim EM-Finalturnier 2025 deutlich gedämpft. Hinzu kommt das anscheinend fehlende Zuschauerinteresse. Hier hatte der AFVD sich mehr Zuspruch bei den beiden Spielen in Krefeld erwartet.


Die aktuelle Situation im Europäischen Football trägt ebenfalls dazu bei, einiges neu zu denken. Seit Monaten übertreffen sich die Negativberichte von sogenannten privaten Investorenligen, die der Wahrnehmung des Sports mehr schaden als helfen.

Der AFVD hat bis dato die Position vertreten, dass die besten deutschen Spieler in der Nationalmannschaft spielen sollen (egal aus welcher Liga) und haben diese mitfinanziert.


Das ist so nicht mehr vermittelbar im AFVD und der GFL. Daher setzt der AFVD den Fokus auf den Nachwuchs. Hier leistet das Team um Head Coach Peter Daletzki eine hervorragende Arbeit. Auf diesem Fundament soll sich eine neue Generation von Spielern entwickeln, die dann in die Herren überführt werden sollen. Der AFVD plant für die kommenden zwei Jahre Camps und Freundschaftsspiele, um diese Talente zu fördern. In dieser Zeit wird dann auch feststehen, mit welchem Konzept und Personal die Männer Nationalmannschaft wieder an einer EM teilnehmen wird.


Deutschland ist damit kein Sonder- oder Einzelfall, zuletzt haben sowohl Frankreich (Fédération Française de Football Américain - FFFA) als auch die Schweiz (Schweizer American Football Verband - SAFV) ihre Nationalteams zurückgezogen und konzentrieren sich auf den nationalen Clubfootball.


Schweiz: Strategische Neuorientierung im Tackle Football SAFV fokussiert auf Flag Football – Keine Tackle Nationalmannschaft mehr

Im Zuge der Fokussierung auf Flag Football wird der Betrieb der Tackle Nationalteams vorerst eingestellt. Diese Entscheidung basiert auf einer ehrlichen Analyse der bisherigen Ergebnisse sowie der Kostenstruktur. Nach den Olympischen Spielen 2028 wird die Situation neu beurteilt, um potenzielle Perspektiven im Tackle-Bereich zu prüfen. Der ganze Artkel bei Endzone.ch.


Quo vadis Team Austria?


A.T.

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