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AFLE26 - Week 10: Drei Spiele, eine Frage - Welche Partie hat das größte Überraschungspotenzial?

  • Autorenbild: A.T.
    A.T.
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit
AFLE - 22.07.2026
AFLE - 22.07.2026

Drei Spiele. Drei interessante Duelle. Eine große Frage. In Woche 10 der American Football League Europe (AFLE) stehen drei Begegnungen auf dem Spielplan – jede mit ihrer eigenen Geschichte. Doch welches Spiel hat das größte Potenzial für eine echte Überraschung und könnte die Liga kräftig durcheinanderwirbeln?


Alpine Rams bei den Panthers Wroclaw

Auf dem Papier wirkt das Duell zwischen den Alpine Rams und den Panthers Wroclaw nicht wie ein Spiel mit großem Überraschungspotenzial. Die Polen gehen als klare Favoriten in die Partie. Quarterback Jameson Wang gehört mit 1.858 Passing Yards und 22 Touchdown-Pässen zu den besten Spielmachern der Liga. Running Back Dawid Brzozowski liegt trotz seines Ausfalls in Woche 9 weiterhin auf Rang zwei der AFLE-Rushing-Statistik.

Genau diese Kombination aus effektivem Lauf- und Passspiel machte die Offensive der Panthers Wroclaw zuletzt zur dominantesten der Liga, als sie die Firenze Red Lions mit 62:0 überrollten. Die Alpine Rams reisen dagegen mit einer Serie von fünf Niederlagen in Folge und einer 17:40-Pleite gegen Berlin Thunder an – scheinbar die idealen Voraussetzungen für den nächsten klaren Erfolg der Panthers.

Doch genau darin könnte das Überraschungspotenzial liegen. Ein Team, das nichts mehr zu verlieren hat und endlich die Fehler abstellen muss, die es in den entscheidenden Momenten immer wieder zurückgeworfen haben, kann zu einem gefährlichen Gegner werden. Gelingt es den Alpine Rams, früh Druck auf Jameson Wang auszuüben und das Laufspiel der Panthers zu neutralisieren, könnte aus einer vermeintlich einseitigen Begegnung die größte Überraschung des Wochenendes werden.


Rhein Fire bei den Paris Lights

Dieses Duell ist die Neuauflage des ersten Aufeinandertreffens beider Teams in dieser Saison. Damals feierte Rhein Fire in Duisburg mit einem 35:0 den ersten Shutout der Liga und setzte ein deutliches Ausrufezeichen.

Doch die Paris Lights haben sich seitdem verändert. Nach dem Abschied von Head Coach David Shelton übernahm Aaron Page bereits in Woche 9 das Kommando, und der Heimvorteil könnte diesmal tatsächlich zugunsten der Franzosen wirken.

Besonders interessant ist die Verpflichtung von Seth Robertson, dem zweiten I-Import der Paris Lights. Er bringt eine bereits bestehende Verbindung zur Offensive mit, denn er spielte gemeinsam mit Quarterback Evan Hillock an der Western University. Nachdem Wide Receiver Tristen Wallace, der im ersten Duell verletzt fehlte, inzwischen nicht mehr zum Team gehört, könnte die eingespielte Chemie zwischen Robertson und Hillock zu einem entscheidenden Faktor werden.

Rhein Fire reist nach der hart umkämpften 16:28-Niederlage gegen die weiterhin ungeschlagenen Vienna Vikings an. In dieser Partie kam das Laufspiel kaum in Gang, ehe ein später Fumble von Kaylon Geiger die Hoffnungen auf ein Comeback endgültig beendete. Die Rheinländer werden alles daran setzen, mit einer überzeugenden Leistung ihre Rolle als Titelanwärter zu untermauern.

Das Überraschungspotenzial ist vorhanden – allerdings nur dann, wenn Rhein Fire erneut die offensiven Vorhersehbarkeiten und defensiven Schwächen zeigt, die sich in dieser Saison immer wieder eingeschlichen haben.


Vienna Vikings bei den Firenze Red Lions

Von den drei Begegnungen besitzt dieses Spiel das geringste Überraschungspotenzial. Die Vienna Vikings führen die Liga mit einer makellosen Bilanz von 8:0 an und gelten weiterhin als Maßstab der AFLE. Die Firenze Red Lions warten dagegen auch nach sieben Spielen noch auf ihren ersten Erfolg und mussten zuletzt eine deutliche 0:62-Niederlage gegen die Panthers Wroclaw hinnehmen – ein Spiel, das bereits nach drei Vierteln entschieden war.

Die Red Lions haben ihren Kader zwar verstärkt, um den Rückstand auf die Konkurrenz zu verkleinern. Hoffnung macht insbesondere das Zusammenspiel zwischen Quarterback Harrison Roubidoux und Wide Receiver Keith Coffee II. Das größte Problem bleibt jedoch die Defensive, die in dieser Saison bislang kaum einen Gegner stoppen konnte und nun auf eine der effizientesten Offensiven der Liga trifft.

Quarterback Ben Holmes verteilt den Ball mit beeindruckender Präzision auf seine Passempfänger und führte die Vienna Vikings zuletzt zu einem 28:16-Erfolg über Rhein Fire. Selbst Backup-Quarterback Nico Hrouda hat bereits gezeigt, dass er die Offensive ohne Qualitätsverlust führen kann.

Falls es in dieser Begegnung etwas zu hoffen gibt, dann auf einen deutlich engeren Spielverlauf als zuletzt. Eine echte Sensation erscheint allerdings äußerst unwahrscheinlich.


A.T.

(Quelle: AFLE)

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