AFLE26: VIKatRHF - Die größte Rivalität der AFLE im Zahlenvergleich
- A.T.

- vor 3 Tagen
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Wenn die Vienna Vikings in Woche 9 bei Rhein Fire antreten, treffen die beiden besten Teams der AFLE zum zweiten Mal in dieser Saison aufeinander. Das erste Duell entschieden die Vikings mit 24:10 für sich. Die Statistiken beider Mannschaften deuten jedoch darauf hin, dass diese Partie noch schwerer vorherzusagen ist.
Spotlights
Zwei Offenses an der Spitze der Liga
Der Abstand dieser beiden Offenses zum Rest der Liga ist deutlich. Die Vienna Vikings führen die Liga mit durchschnittlich 46,4 Punkten pro Spiel, 485,7 Yards pro Partie sowie 7,61 Yards pro Spielzug an. Rhein Fire liegt bei den Punkten pro Spiel (37,7) und den Yards pro Spielzug (6,94) jeweils auf Rang zwei, führt jedoch die gesamte Liga bei den offensiven EPA pro Spielzug (Expected Points Added) mit 0,51 sowie bei der offensiven Success Rate mit 59,3 % an. Treffen zwei Offenses dieser Qualität aufeinander, sind viele Punkte nahezu garantiert.
Holmes gegen Bahar
Ben Holmes spielt bislang eine herausragende Saison. In sieben Spielen brachte er es auf 1.800 Passing Yards, 20 Touchdown-Pässe und lediglich eine Interception. Sein Quarterback Rating liegt bei 136,9. Persönlich wurde er in der gesamten Saison nur einmal gesackt. Der einzige weitere zugelassene Sack ging auf Backup-Quarterback Nico Hrouda zurück – ein deutlicher Beleg für die hervorragende Arbeit der Offensive Line.
Auch Kenji Bahar überzeugt bei Rhein Fire. Er kommt auf 1.434 Passing Yards, 18 Touchdowns, vier Interceptions und ein Quarterback Rating von 128,8. Holmes bringt 69,1 % seiner Pässe an den Mann, Bahar sogar 69,2 %. Die Zahlen der beiden Spielmacher liegen erstaunlich eng beieinander.
Das Red-Zone-Problem gegen die Red-Zone-Maschine
Eine Statistik sticht beim Blick auf Rhein Fire besonders hervor: Die Defense lässt bei 75,0 % aller gegnerischen Red-Zone-Besuche Punkte zu – der schlechteste Wert der Liga. Ausgerechnet jetzt wartet mit den Vienna Vikings das effizienteste Red-Zone-Team der AFLE. Die Vikings verwandeln 80,6 % ihrer Red-Zone-Besuche direkt in Touchdowns – Ligabestwert.
Auch Ben Holmes selbst stellt in Tornähe eine zusätzliche Gefahr dar. Er lief in dieser Saison bereits 26-mal mit dem Ball, davon 13-mal innerhalb der Red Zone und zwölfmal direkt an der Goal Line. Damit ist er dort eine echte Dual-Threat-Waffe.
Hier gibt es die Highlights des Spiels Rhein Fire bei den Vienna Vikings aus Woche 3!
Third Down
Die Vienna Vikings verwandeln 59,8 % ihrer Third Downs – ebenfalls Bestwert der Liga. Die Defense von Rhein Fire stoppt Gegner bei Third-and-Long in 68,6 % der Fälle und zählt damit in diesem Bereich zu den stärksten Teams der Liga. Wie gut es Rhein Fire gelingt, Holmes und seine Receiver in langen Third-Down-Situationen zu kontrollieren, dürfte zu den entscheidenden Faktoren dieser Begegnung gehören.
Auf der anderen Seite verwandelt Rhein Fire 76,5 % seiner Third Downs mittlerer Distanz. Diese Effizienz gibt Kenji Bahar und seiner Offense in diesen Situationen großes Selbstvertrauen.
Das Laufspiel
Beide Teams verfügen über ein äußerst effektives Laufspiel. Die Vienna Vikings erzielen durchschnittlich 173,6 Rushing Yards pro Partie. Albert Wiesigstrauch erreicht dabei 7,1 Yards pro Lauf, Karri Pajarinen steuert starke 5,3 Yards pro Versuch bei.
Bei Rhein Fire kommt Jonathan Scott auf durchschnittlich 5,1 Yards pro Lauf sowie sechs Rushing Touchdowns. Zudem trägt er 50 % der gesamten Laufversuche seines Teams. Auch als Passempfänger ist Scott enorm gefährlich: Er fängt 87,5 % seiner Targets und erzielte zusätzlich drei Receiving Touchdowns.
Das Team, das die Line of Scrimmage kontrolliert und sein Laufspiel etablieren kann, wird sich einen erheblichen Vorteil verschaffen.
Das Turnover-Duell
Die Vienna Vikings führen die Liga mit einer Turnover-Differenz von +14 an. Sie erzwangen bislang 16 Ballgewinne und gaben den Ball selbst nur zweimal ab. Rhein Fire weist mit +8 ebenfalls eine starke Bilanz auf – 15 Takeaways stehen lediglich sieben Turnovers gegenüber.
Die einzige Interception von Ben Holmes in dieser Saison macht ihn zu einem Quarterback, den man nur äußerst schwer zu Fehlern zwingen kann. Die größte Chance für Rhein Fire, das Spiel entscheidend zu beeinflussen, dürfte daher über die Defense kommen – ähnlich wie in der vergangenen Woche, als Nazir Streater gegen die Panthers Wroclaw mit einem Ballgewinn für ein Momentum sorgte.
Was das erste Duell verrät
Die Vienna Vikings gewannen das erste Aufeinandertreffen in Woche 3 mit 24:10 und hielten Rhein Fire damit bei der niedrigsten Punkteausbeute der gesamten Saison.
Seit dieser Niederlage hat Rhein Fire allerdings vier Spiele in Folge gewonnen und präsentiert sich deutlich stärker als noch zu Beginn der Saison. Die Vienna Vikings sind dagegen weiterhin ungeschlagen.
Die Statistiken sprechen insgesamt für die Vikings. Doch ein Heimspiel von Rhein Fire, eine Serie von vier Siegen in Folge und die effizienteste Offense der Liga machen dieses Duell zur bislang größten Herausforderung für das ungeschlagene Team aus Wien.
A.T.
(Quelle: AFLE)






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