AFLE26: Die fünf stärksten Teams - Wer führt das Feld an?
- A.T.

- vor 2 Tagen
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Acht Teams. Vier Wochen. Ein Viertel der ersten AFLE-Saison ist absolviert, und das Bild wird bereits klarer. Einige Teams haben die Erwartungen übertroffen, andere sind hinter ihnen zurückgeblieben. Jetzt ist es Zeit für ein erstes Urteil: Wer sind aktuell die fünf stärksten Teams der Liga?
5. Berlin Thunder:
Talentiert genug zum Gewinnen, zu inkonstant für echte Sicherheit
Beginnen wir mit Berlin Thunder. Vor Woche 5 bleiben sie eines der schwierigsten Teams der AFLE, wenn es darum geht, sie richtig einzuschätzen. Mit Jakeb Sullivan under Center verfügen sie über einen der gefährlichsten Signal Caller der Liga, der jederzeit einen Drive in eine explosive Scoring-Gelegenheit verwandeln kann.
Allerdings bleibt die Inkonstanz ihr größtes Problem. Gegen die Top-Teams der AFLE wirkte Berlin häufig unterlegen und hatte sowohl offensiv als auch defensiv Schwierigkeiten, Antworten zu finden. Gleichzeitig haben sie ihre Qualität bei überzeugenden Siegen gegen Teams wie die Alpine Rams und die Firenze Red Lions deutlich unter Beweis gestellt.
Ein großes Problem bleibt die mangelnde Disziplin, da Strafen immer wieder vielversprechende Drives zunichtemachen und das Team in schwierige Situationen bringen. Auch die Offensive Line zeigte sich bislang nicht konstant genug. Sullivan ist besonders gefährlich, wenn er Zeit in der Pocket bekommt, doch zu oft bricht die Protection zusammen, bevor sich große Spielzüge entwickeln können.
Das Playmaker-Talent ist ohne Zweifel vorhanden. Besonders demonstrierte gegen die Red Lions seine Fähigkeit, ein Spiel im Alleingang zu verändern. Trotz ihres Potenzials wirkt Thunder derzeit eher wie ein Team auf der Suche nach Konstanz als wie ein ernsthafter Playoff-Anwärter. Deshalb stehen sie in diesem Ranking auf Platz fünf.
4. Paris Lights:
Ein Sieg, zwei Niederlagen und eine Defense, die man im Auge behalten sollte
Auf dem Papier 1-2. In Wirklichkeit deutlich mehr.
Die Paris Lights sind eine Franchise im ersten Jahr ihres Bestehens und finden noch ihren Rhythmus. Trotzdem haben sie bereits etwas aufgebaut, das Respekt verdient: eine der störendsten und aggressivsten Defenses der AFLE.
Die 0:35-Niederlage gegen Rhein Fire in Woche 4 erzählt nur die halbe Geschichte. Im ersten Quarter kamen beide Teams zusammen lediglich auf 26 Total Yards. Keine der beiden Offenses fand Raum zum Atmen, jeder Yard musste hart erarbeitet werden.
Paris hielt gegen einen der größten Titelfavoriten der Liga Play für Play mit, bis das Pech zuschlug. Der kanadische Quarterback Evan Hillock verletzte sich an seiner Wurfhand und musste das Feld schließlich dauerhaft verlassen. Backup Marouane Dardour übernahm, doch die Offense konnte keine Drives mehr aufrechterhalten. Ohne ihren Starting Quarterback hatten die Lights keine Antwort mehr. Das Endergebnis spiegelte genau das wider – nicht die Leistung einer Defense, die Rhein Fire lange in Schach gehalten hatte.
Und genau diese Defense bildet das Fundament dessen, was die Lights aufbauen. Eine Franchise im ersten Jahr mit zwei amerikanischen Wide Receivern und einem Quarterback in Hillock, der dieser Offense, wenn er gesund ist, eine klare Identität verleiht.
Die Bausteine sind vorhanden. Wird Hillock wieder fit und schließt die Offense zur Defense auf, werden die Paris Lights ein völlig anderes Team sein.
3. Rhein Fire:
2-1, gefährlich und noch ein fehlendes Puzzleteil entfernt
Eine Bilanz von 2-1 ist nicht der Start, den sich Rhein Fire vorgestellt hatte. Dennoch wird Platz drei in diesem Ranking viele überraschen.
Denn wenn die meisten Menschen in der AFLE an das Titelrennen denken, gehört Rhein Fire zu den ersten Namen, die ihnen einfallen. Ein Kader, der gebaut wurde, um zu gewinnen, eine Fanbasis mit hohen Erwartungen und ein Ruf, der bereits vor Saisonbeginn vorhanden war. Sie sind ein Contender. Daran besteht kein Zweifel.
Die Frage ist lediglich, ob sie derzeit auch wie einer spielen.
Die Niederlage kam gegen die Vienna Vikings, was keineswegs eine Schande ist. Und Woche 4 zeigte exakt, wie dieses Team aussieht, wenn alles funktioniert. Nachdem Paris seinen Starting Quarterback Evan Hillock verletzungsbedingt verlor, übernahm Rhein Fire vollständig die Kontrolle und gewann mit 35:0.
Fünf Touchdowns, kein einziger zugelassener Punkt und eine Defensivleistung, die die Lights auf lediglich fünf First Downs im gesamten Spiel begrenzte.
„Wir haben alles umgesetzt, was wir umsetzen wollten“,
sagte Wide Receiver Kaylon Geiger nach dem Spiel.
An diesem Tag war dem nichts hinzuzufügen.
Die offensiven Bausteine sind vorhanden. Die Verbindung zwischen Bahar und Geiger wird von Woche zu Woche stärker, und Jonathan Scott sorgt für eine glaubwürdige Gefahr im Laufspiel. Dennoch hat Bahar der Liga bislang noch nicht seinen Stempel so aufgedrückt, wie es ein Quarterback eines echten Titelkandidaten tun muss.
Genau das bleibt die große offene Frage.
Rhein Fire gehört in diese Diskussion. Sie haben nur noch nicht bewiesen, dass sie an deren Spitze stehen.
2. Wroclaw Panthers:
Die Panthers meinen es ernst
Fragt man die meisten Fans nach dem aktuell zweitbesten Team der AFLE, würden viele Rhein Fire nennen.
Sie liegen damit vielleicht nicht falsch, doch die Wroclaw Panthers haben still und leise die überzeugendste Bewerbung abgegeben. Ihre Leistung in Woche 4 machte es unmöglich, sie weiterhin zu ignorieren.
50:12 gegen Berlin Thunder.
Ein Team, das mit dem statistisch führenden Quarterback der AFLE in die Partie gegangen war. Ein Signal Caller, dessen Zahlen eigentlich in eine ganz andere Kategorie gehörten.
Doch nichts davon spielte eine Rolle.
Wroclaw dominierte sowohl am Boden als auch durch die Luft, führte bereits zur Halbzeit mit 30:0 und verteilte seine Punkte auf sechs verschiedene Spieler. Das Kennzeichen eines Teams, das nicht von einer einzelnen Waffe abhängig ist, sondern auf jede erdenkliche Weise gefährlich werden kann.
Im Mittelpunkt steht Quarterback Jameson Wang.
Nach vier Spielen hatte er noch keine einzige Interception geworfen.
Wang vermeidet Fehler nicht nur – er eliminiert sie vollständig.
Und als Running Back Dawid Brzozowski in Woche 4 von seiner Verletzung zurückkehrte und bei 17 Carries 156 Yards sowie durchschnittlich 9,18 Yards pro Lauf erzielte, erreichte die Offense der Panthers ein völlig neues Niveau.
Mit einer Bilanz von 3-1 liegt Wroclaw nur ein Spiel hinter Wien zurück und holt schnell auf.
Die Panthers könnten das kompletteste Team außer Österreichs sein.
Und sie wissen ganz genau, wen sie jagen.
1. Vienna Vikings:
Vier Spiele, vier Siege und keine Anzeichen eines Stopps
Darüber gibt es keine Diskussion.
Nach vier Wochen sind die Vienna Vikings das beste Team der Liga – und zwar mit deutlichem Abstand.
Während andere Mannschaften ihre brillanten Momente hatten oder in entscheidenden Situationen stolperten, ist Wien das einzige Team, das bislang jede Herausforderung beantwortet hat.
Vier Spiele. Vier Siege. Kein Zweifel.
Die Vikings schlagen ihre Gegner nicht einfach nur – sie diktieren ihnen ihren Willen.
Ausgewogen in der Offense, dominant in der Defense und eiskalt in den entscheidenden Momenten.
Das Rivalenduell gegen Rhein Fire in Woche 3 sagte alles aus.
Gegen das Team, das viele als größten Titelfavoriten angesehen hatten, gerieten die Wiener nach einer Interception von Ben Holmes zunächst in Rückstand und verloren kurzzeitig das Momentum.
Doch die Vikings schüttelten das einfach ab.
Karri Pajarinen übernahm die Kontrolle über das Laufspiel, erlief 112 Rushing Yards und einen Touchdown, und die Vikings blickten nie mehr zurück.
Endstand: 24:10.
Ein Ausrufezeichen zum bisher wichtigsten Zeitpunkt der Saison.
Woche 4 verlief ähnlich dominant.
Holmes zerlegte die Alpine Rams mit 323 Passing Yards und fünf Touchdowns in nur drei Quartern Einsatzzeit, bevor die Starter geschont wurden.
In der Defense führt Alejandro Fernandez die gesamte Liga mit fünf Sacks an.
Dominanz auf jeder Ebene des Spiels.
Bis jemand sie schlägt, sind die Vienna Vikings der Maßstab der Liga.
Und aktuell kommt ihnen niemand auch nur annähernd nahe.
A.T.
(Quelle: AFLE)






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